Risiken und Nebenwirkungen beachten

Abnehmtabletten: Warnung vor dubiosen Angeboten


08.08.2026 – 08:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Wegovy-Packung: Das Abnehmpräparat soll es ab 1. September auch als Tablette in Deutschland geben. (Quelle: IMAGO/Durand Thibaut/ABACA/imago)

Pille statt Pen: Das Abnehmmedikament Wegovy kommt nun auch als Tablette nach Deutschland. Doch bei der Einnahme gilt es einiges zu beachten.

Obwohl die Abnehmtabletten von Novo Nordisk erst Anfang September in Deutschland auf den Markt kommen sollen, finden sich im Internet bereits zahlreiche Angebote zweifelhafter Anbieter, die mit der Verordnung und Vorbestellung des Arzneimittels werben. Darauf weist derzeit der Apotheken-Dachverband ABDA hin und warnt: Adipositas-Arzneimittel seien „keine Lifestyle-Produkte, sondern hochwirksame Medikamente mit Risiken und Nebenwirkungen“.

Zwar bieten Tabletten auf den ersten Blick eine einfachere Anwendung als das wöchentliche Spritzen. Allerdings müssten die Tabletten täglich unter besonderen Bedingungen genommen werden, erklärte ABDA-Präsident Thomas Preis. So dürfe man vor der Einnahme mindestens acht Stunden nichts gegessen haben. Nach der Einnahme seien für 30 Minuten Essen, Getränke und andere Arzneimittel zu vermeiden. „Schon kleine Anwendungsfehler können die Wirksamkeit der Therapie beeinträchtigen und die Nebenwirkungen erhöhen“, so Preis.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen der Therapie gehören vor allem zu Behandlungsbeginn Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen und Erbrechen.

Ab 1. September erhältlich

Novo Nordisk will die Tabletten-Version seines bekannten Abnehmmedikaments Wegovy am 1. September in Deutschland auf den Markt bringen – damit wäre Deutschland das erste Land in der Europäischen Union, in der Wegovy in Tablettenform verfügbar ist. In Großbritannien ist die Pille bereits seit Juli erhältlich.

Statt sich wöchentlich eine Spritze setzen zu müssen, können Patienten alternativ das Abnehmmedikament täglich per Tablette zu sich nehmen. Die Kosten der Tabletten sollen mit denen der Abnehmspritze vergleichbar sein. Je nach Dosis liegen die Preise damit zwischen 173 Euro und 275 Euro pro Monat.

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen das Medikament in der Regel nicht, Patienten müssen es folglich aus der eigenen Tasche bezahlen. Allerdings hatten sich zuletzt die Stimmen gemehrt, die sich für eine Kostenerstattung durch die Krankenkassen aussprachen – zumindest für besonders fettleibige Patienten.

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