„Desolate Lage“

Sex-Massagen spendiert: Fußballverband entschuldigt sich

08.08.2026 – 08:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Südkoreas nationaler Fußballverband KFA steht im Visier von Ermittlungsbehörden. (Quelle: Fabian Kretschmer/dpa/dpa-bilder)

Südkoreas Fußballverband hat Schiedsrichtern Sex-Massagen bezahlt – der KFA entschuldigt sich. Es ist nicht der einzige Skandal, der den Verband gerade belastet.

Südkoreas kriselnder Fußballverband KFA hat die Zahlung sexueller Dienstleistungen für ausländische Schiedsrichter zugegeben. In einer Stellungnahme auf der Verbandswebseite teilte der KFA mit: „Wir entschuldigen uns zutiefst dafür, dass wir Ihnen durch die verschiedenen Vorfälle im Zusammenhang mit dem Verband Sorgen bereitet haben.“

Der Verband stellte klar, dass „derartige unangemessene Handlungen oder Kreditkartennutzungen derzeit absolut nicht vorkommen“ und räumte ein, sich „in einer desolaten Lage“ zu befinden. Gleichzeitig kündigte der KFA an, „die umfassende Kritik und die Vorwürfe von außen tief zu Herzen zu nehmen und dies als Gelegenheit für eine gründliche Erneuerung zu nutzen“.

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Aufgrund mehrerer Skandale steht der Verband in der Kritik. Am Freitag hatten Medienberichte für Aufsehen gesorgt, nach denen der KFA vor mindestens sieben Länderspielen ausländischen Schiedsrichtern Besuche in Massagesalons mit sexuellen Dienstleistungen bezahlt haben soll. Die Zahlungen in den Jahren 2011 und 2012 wurden unter anderem durch Kreditkartenabrechnungen dokumentiert. Von den Vorgängen hätten „selbst viele interne Mitglieder“ nichts gewusst, hieß es in dem Verbandsstatement.

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Auch vor einem WM-Qualifikationsspiel gegen Kuwait im Februar 2012 soll der Verband zwei japanischen Schiedsrichterassistenten den Besuch eines Massagesalons bezahlt haben. Südkorea gewann die Partie mit 2:0 und zog in die nächste Qualifikationsrunde ein. Ob die Schiedsrichter dadurch zu einseitigen Entscheidungen bewegt wurden, ist nicht bewiesen. Der KFA betonte in seinem Entschuldigungsschreiben, die Vorgänge lägen mehr als zehn Jahre zurück und auch viele Verbandsmitglieder wüssten nicht genau darüber Bescheid.

Die Bestechungsvorwürfe sind nicht der einzige Grund, warum der Verband unter Druck steht. Am Donnerstag durchsuchte die Polizei die KFA-Räumlichkeiten. Der Vorwurf: Der Verband soll dem früheren Nationaltrainer Hong Myung-bo den Job ohne regulären Bewerbungsprozess verschafft haben. Den 57-Jährigen macht die Öffentlichkeit zudem für das frühe WM-Aus der südkoreanischen Nationalmannschaft verantwortlich. Die „roten Teufel“ – wie das Nationalteam im Volksmund heißt – schieden bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada in der Gruppenphase aus. Hong trat kurz darauf zurück.

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