Verbotene Lebensmittel

Das dürfen Schwangere nicht essen

Von dpa-tmn, t-online, cch

Aktualisiert am 07.08.2026 – 09:54 UhrLesedauer: 4 Min.

Schwangere: Süßigkeiten sollten in der Schwangerschaft nur in Maßen gegessen werden. (Quelle: diignat/getty-images-bilder)

Sushi, Süßigkeiten, Kaffee, Eier, Mett: Auf welche Lebensmittel sollten Schwangere verzichten und welche sind in Maßen erlaubt? Unsere Tabelle gibt einen Überblick zur Ernährung in der Schwangerschaft.

Darf ich in der Schwangerschaft keinen Kaffee mehr trinken? Was muss ich essen, um genug Folsäure aufzunehmen? Schwangere haben viele Fragen. Aber die Vielzahl von Ratschlägen zur richtigen Ernährung in der Schwangerschaft kann Frauen verunsichern.

Dabei gilt bis auf ein paar Ausnamen: Essen Sie, was Ihnen schmeckt. Ein zu stark eingeschränkter Speiseplan ist laut Experten eher kontraproduktiv. Schließlich müssen die werdende Mutter und ihr Baby alle wichtigen Nährstoffe bekommen.

Wichtig ist aber: Schwangere sollten sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren. Die Unterschiede zu einer normalen, gesunden Mischkost sind gar nicht so groß. Nur einige Lebensmittel sollten werdende Mütter lieber meiden, da sie Krankheitserreger wie Salmonellen, Listerien oder Toxoplasmen übertragen können, die dem Baby schaden können.

  • Folsäuremangel beheben: Was Sie über Folsäure wissen sollten

Liste mit erlaubten und verbotenenen Lebensmitteln in der Schwangerschaft

erlaubte Lebensmittel mit Vorsicht zu genießen verbotene Lebensmittel
reichlich frisches Obst und Gemüse rohes Obst und Gemüse waschen vorgeschnittene, abgepackte Salate und Früchte, rohe Sprossen
Fleisch und Fisch gekocht oder gebraten Innereien, Schwertfisch, Merlin, Thunfisch, Heilbutt rohes Fleisch und roher Fisch, z.B. Tartar, Sushi, Salami, roher Schinken, Räucherlachs, Mettwurst
Pasteurisierte Milch, Milchprodukte, Eier und Eierspeisen Rohmilchkäse, Weißschimmelkäse, Blauschimmelkäse, Weichkäse mit Rotschmiere (z.B. Esrom, Harzer), schon fertig geriebener Käse, Sauermilchkäse (z.B. Harzer Roller, Handkäse),pasteurisierte Milch, rohes Ei (z.B. in Tiramisu), unbehandelte Frischmilch
kalt gepresste Pflanzenöle, z.B. Olivenöl Sahne, Schmalz
Fertigprodukte und Fastfood, Süßigkeiten
Wasser, ungesüßter Tee, verdünnte Fruchtsäfte Kaffee, Softdrinks, chininhaltige Limonaden (z.B. Bitter Lemon) alkoholische Getränke

Obst und Gemüse

Schwangere sollten reichlich frisches Obst und Gemüse essen. Sie liefern wichtige Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien. In der Schwangerschaft ist Folsäure (Vitamin B9) besonders wichtig. Folsäurelieferanten sind zum Beispiel

  • Kohl,
  • Brokkoli,
  • Spinat,
  • Spargel,
  • Hülsenfrüchte,
  • Vollkornbrot und
  • rote Beete.

Zwar gibt es den Rat, Hülsenfrüchte und Lauchgewächse wie Zwiebeln zu meiden, weil sie schwer verdaulich sind und Blähungen oder Übelkeit auslösen können. Wer sie verträgt, könne laut Experten aber ruhig zugreifen.

Verbote gibt es nur bei Produktwahl und Zubereitung. Das gilt zum Beispiel für abgepackte Fertigsalate, vorgeschnittene Früchte und nicht erhitzte Sprossen. Sie können mit Keimen belastet sein, die dem Baby schaden. Außerdem sollten Schwangere rohes Obst und Gemüse nie ungewaschen verzehren.

Fleisch und Fisch

Fleisch und Fisch enthalten Proteine und versorgen Schwangere außerdem mit Eisen und Jod.

Aber: Alle Produkte, die roh sind, nicht ausreichend erhitzt oder nur kaltgeräuchert wurden, sind in der Schwangerschaft tabu. Dazu zählen rohes Fleisch wie Hackfleisch oder Mett, Tatar und Sushi sowie Räucherlachs und Rohwurstwaren wie Salami oder Teewurst. „Diese Lebensmittel können mit gefährlichen Keimen kontaminiert sein, die zu Erkrankungen, Wehen und Fehlgeburten führen können“, sagt Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. Erreger von Listeriose und Toxoplasmose können auf die Plazenta und das ungeborene Baby übergehen.

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