Close Menu
  • Deutschland
  • Regionen
  • Weltweit
  • Politik
  • Finanzen
  • Gesundheit
  • Lifestyle
  • Unterhaltung
  • Tech
  • Auto
  • Sport
  • Mehr
    • Panorama
    • Globale Trends
    • Pressemitteilung
Was geht ab

Außergewöhnliche Entdeckung in Pompeji: Ein Arzt wurde dank seiner Instrumente identifiziert

15 Mai 2026

„NDR Talkshow“: Barbara Schöneberger fehlt heute

15 Mai 2026

FDP-Vorsitz läuft auf Kubicki zu

15 Mai 2026
Facebook X (Twitter) Instagram
  • Home
  • Buy Now
Facebook X (Twitter) Instagram Pinterest Vimeo
Wöchentlich
  • Deutschland
  • Regionen
  • Weltweit
  • Politik
  • Finanzen
  • Gesundheit
  • Lifestyle
  • Unterhaltung
  • Tech
  • Auto
  • Sport
  • Mehr
    • Panorama
    • Globale Trends
    • Pressemitteilung
Subscribe
Wöchentlich
You are at:Home»Deutschland»Sichere Navigation in der Ostsee
Deutschland

Sichere Navigation in der Ostsee

wochentlich.deBy wochentlich.de3 Dezember 2024Keine Kommentare4 Mins Read
Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr Email
Sichere Navigation in der Ostsee
Share
Facebook Twitter LinkedIn Pinterest Email Copy Link

Was genau ist mit dem Marco Polo passiert? Diese Passagier- und Fahrzeugfähre der deutschen Reederei TT-Line lief im Oktober 2023 an der Ostseeküste Südschwedens auf Grund. Und es passierte ein zweites Mal auf derselben Reise. Das Unglück ließ viele Schifffahrtsbeteiligte aufhorchen. Ein Schiff, das zweimal kurz hintereinander auf Grund läuft, ist eine merkwürdige Seltenheit. Eine umfangreiche Untersuchung ergab, dass sich die Schiffsoffiziere entgegen den Vorschriften ausschließlich auf ihr Navigationssystem verlassen hatten – und von diesem getäuscht worden waren.

Dies funktionierte zwar, zeigte aber nur eine berechnete Schiffsposition an und nicht die tatsächliche, durch Wind und Strömung beeinflusste und per GPS verifizierte Position. Tatsächlich folgte die Marco Polo also einem anderen Kurs, als sich die Schiffsoffiziere vorgestellt hatten. Keiner der 71 Menschen an Bord wurde verletzt, obwohl die Schäden am empfindlichen Ökosystem Ostsee umso schwerwiegender waren: Nach Schätzungen schwedischer Behörden verlor das 30 Jahre alte Schiff rund 25.000 Liter Rohöl.

Möglicherweise hätte ein anderes Navigationssystem das Unglück verhindern können. Diese Aufgabe übernimmt ORMOBASS, ein 2024 gestartetes Kooperationsprojekt verschiedener Ostseeküstenländer im Rahmen des EU-Programms Interreg Baltic Sea Region – darunter Deutschland und Polen (NavSim Poland Ltd.), Schweden, Finnland, Estland und Norwegen . R-Mode Baltic, so der Name der neuen Technologie, soll die Schifffahrtsindustrie unterstützen, wenn das Global Navigation Satellite System (GNSS) unter Empfängerstörungen leidet. Es basiert auf terrestrischen Sendern, die unabhängig von Satelliten sind. Diese liegen entlang der Ostseeküste in einem Abstand von etwa 200 bis 300 Kilometern. Der Großteil liegt auf dem Festland, Sender sollen aber auch auf den beiden Ostseeinseln Gotland (Schweden) und Bornholm (Dänemark) angesiedelt sein.

Gezielte Manipulationsversuche

Störungen der GNSS-Signale können viele Ursachen haben, erklärt ORMOBASS-Projektleiter Stefan Gewies vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Neustrelitz, das das Projekt leitet und unter anderem für nautische Systeme verantwortlich ist. „Die Ursache hierfür können natürliche Einflüsse in der Atmosphäre sein, alternativ aber auch absichtliche oder unabsichtliche Störsignale, die von Menschen erzeugt werden.“ Meist handelt es sich um vorsätzliche Eingriffe, Experten berichten von einer Zunahme in der Ostsee – insbesondere in der Nähe Russlands. Auch das Bundesverkehrsministerium (BMDV) hat dazu Daten erhoben. „Seit Dezember 2023 gibt es vereinzelt Meldungen aus dem nordöstlichen Bereich des deutschen Luftraums über Störungen der vom Satellitennavigationssystem Global Positioning System (GPS) ausgesendeten Navigationssignale“, hieß es kürzlich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Ähnliche Beobachtungen habe es laut Gewies auch im Mittelmeer nahe Israel oder am Suezkanal in Ägypten gegeben.

Passend zu den Sendern sollen auch neue Empfänger für das R-Mode-Baltic-System entwickelt werden. „Unser Ziel ist es, einen Navigationsempfänger zu entwickeln, der gleichzeitig sowohl die Satellitensignale als auch die R-Mode-Signale verarbeiten kann“, sagt der DLR-Experte. Durch den gleichzeitigen Empfang von R-Mode- und GNSS-Signalen können Überprüfungen durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass die Satellitensignale echt sind. Denn das Senden falscher Signale ist eine Methode der gezielten Störung. Diese Sabotagetechnik, auch „Spoofing“ genannt, kann dramatische Folgen haben. „Schiffskapitäne vertrauen häufig ihrer elektronischen Navigationsausrüstung und können unter bestimmten Umständen den falschen Kurs einschlagen. Dadurch kann es zu Kollisionen oder zum Auflaufen eines Schiffes kommen“, erklärt Gewies.

Doch Widerstandsfähigkeit gegenüber solchen Manipulationsversuchen ist nur eines der Ziele von ORMOBASS. Die GPS-Alternative soll auch dabei helfen, eine stärkere Automatisierung in der Schifffahrtsbranche umzusetzen. „Genau hier bedarf es einer möglichst großen Vielfalt an Navigationssignalen, um die Position eines Schiffes stets mit ausreichender Genauigkeit bestimmen zu können“, sagt Gewies.

Europaweite Zusammenarbeit

ORMOBASS kann und soll auch dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen den baltischen Ländern zu stärken. Das Projekt kann und soll maritimen Verwaltungen – etwa Schifffahrtsbehörden – eine reibungslose und effiziente Zusammenarbeit vermitteln. Denn eine enge Zusammenarbeit ist entscheidend, um die Qualität und Verfügbarkeit von R-Mode-Signalen sicherzustellen. Zu den Teilnehmern zählen die Seeverwaltungen aus Deutschland, Schweden, Finnland und Estland. Hinzu kommen Forschungsinstitute aus Deutschland, Polen und Schweden sowie Privatunternehmen aus Deutschland, Schweden, Polen und Norwegen.

Mittlerweile entfaltet das Projekt auch über den Ostseeraum hinaus Wirkung. Gewies teilt uns mit, dass auch Frankreich und die Niederlande Interesse an der Technologie bekunden. Das Projekt befindet sich derzeit im Testbetrieb und erstreckt sich vom Nord-Ostsee-Kanal bis nach Gotland. „Im Rahmen des aktuellen Projekts wollen wir dieses Testgebiet nun Richtung Finnland und Estland erweitern. Gleichzeitig möchten wir die Funktionalität erhöhen und die Signalübertragung verbessern“, erklärt der DLR-Experte. Die Zusammenarbeit umfasst nun auch die Seeverwaltungen in Dänemark und Polen. „Es ist eine Win-Win-Situation für alle Seiten. Wir machen wirklich gute Fortschritte und ich gehe davon aus, dass wir bis 2030 die Marktreife erreicht haben.“

Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr Email
wochentlich.de
  • Website

Related Posts

Merz‘ Pekinger Spagat – wer spricht für Deutschland in China? – POLITISCH

15 Mai 2026

Pistorius will mit der Ukraine neue Hightech-Waffen bauen

13 Mai 2026

Schneller als das Virus

13 Mai 2026
Leave A Reply Cancel Reply

Redakteurfavoriten

„NDR Talkshow“: Barbara Schöneberger fehlt heute

15 Mai 2026

FDP-Vorsitz läuft auf Kubicki zu

15 Mai 2026

WM 2026: Matthijs de Ligt operiert

15 Mai 2026

Studienzeit fehlt im Versicherungsverlauf – welche Nachteile hat es?

15 Mai 2026

Neueste Beiträge

Teilnehmer der RTL-Show stehen fest

15 Mai 2026

Tod auf der Hondius: Übertrugen Nager das Hantavirus?

15 Mai 2026

Nur wahre Zahlen-Profis lösen diese Aufgabe

15 Mai 2026

Recent Posts

  • Außergewöhnliche Entdeckung in Pompeji: Ein Arzt wurde dank seiner Instrumente identifiziert
  • „NDR Talkshow“: Barbara Schöneberger fehlt heute
  • FDP-Vorsitz läuft auf Kubicki zu
  • WM 2026: Matthijs de Ligt operiert
  • Studienzeit fehlt im Versicherungsverlauf – welche Nachteile hat es?

Recent Comments

Es sind keine Kommentare vorhanden.
© 2026 wochentlich

Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.