Was es damit auf sich hat
75.000 Zeugen Jehovas im HSV-Stadion
12.08.2026 – 13:34 UhrLesedauer: 1 Min.
Wo normalerweise Vorsänger die Stimmung auf den Tribünen anheizen, finden am kommenden Wochenende religiöse Vorträge statt. Eine Glaubensgemeinschaft hat sich im Volksparkstadion eingemietet.
Normalerweise trägt im Hamburger Volksparkstadion der HSV seine Bundesliga-Heimspiele aus. Am Wochenende vom 14. bis 16. August ist das jedoch anders. Dann wird die Arena im Norden der Hansestadt für eine Großveranstaltung genutzt, die mit Sport nichts zu tun hat.
Ab Freitag findet ein großer Kongress der christlichen Glaubensgemeinschaft Zeugen Jehovas in dem Fußballstadion statt. Nach Angaben von Michael Tsifidaris, Sprecher der Jehovas Zeugen Norddeutschland, werden an drei Tagen insgesamt rund 75.000 Teilnehmer erwartet, darunter eine internationale Delegation von 5.000 Personen aus 25 Ländern.
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Ein Jahr lang liefen die Vorbereitungen für das Treffen, etwa 10.000 Freiwillige sind im Einsatz. Das Hotel Grand Elysée wurde zum Begegnungszentrum umgestaltet. Höhepunkt ist jedoch ein dreitägiges religiöses Programm unter dem Motto „Ewiges Glück“ im Volksparkstadion. Auf drei Bühnen und in den Sprachen Deutsch, Englisch und Polnisch sollen Redner religiöse Vorträge halten.
HSV-Stadion wird zum Versammlungsort
Der Kongress steht im Zeichen eines historischen Jahrestags. 1946 versammelten sich auf der Hamburger Moorweide rund 4.000 Anhänger aus Norddeutschland zu einem Treffen, um kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs ein Zeichen für Frieden und Einheit zu setzen.
Die Zeugen Jehovas waren im NS-Staat als widerständige Gruppe verfolgt worden. Viele wurden verhaftet und in Arbeits- und Konzentrationslager deportiert.