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Gesundheit

Wer stundenlang scrollt, wird vergesslicher

wochentlich.deBy wochentlich.de18 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Neue Studie

Diese Gewohnheit könnte dem Gedächtnis schaden


18.06.2026 – 14:14 UhrLesedauer: 2 Min.

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Mann am Smartphone (Symbolbild): Die exzessive Nutzung sozialer Medien kann gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. (Quelle: nortonrsx/getty-images-bilder)

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Wer täglich mehrere Stunden auf Instagram, TikTok und Co. unterwegs ist, berichtet deutlich häufiger von Gedächtnisproblemen im Alltag. Was die Studie zeigt.

Menschen, die viel Zeit in den sozialen Medien verbringen, haben häufiger das Gefühl, Dinge zu vergessen. Darauf deutet eine neue Studie spanischer Forscher hin. Besonders betroffen waren Personen, die Social-Media-Plattformen mehr als fünf Stunden täglich nutzten. Nachzulesen sind die Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Frontiers in Psychiatry“.

Gut zu wissen

In Deutschland nutzen etwa 96 Prozent aller Deutschen ab 18 Jahren soziale Medien, im Schnitt drei Stunden und 18 Minuten pro Tag, Frauen etwas mehr als Männer. Jüngere sind zudem deutlich länger online als Ältere: unter 20-Jährige mehr als vier Stunden pro Tag, über 80-Jährige etwa zwei Stunden.

Vergesslichkeit nimmt bei intensiver Nutzung zu

Für die Untersuchung wurden 943 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 35 Jahren befragt. Die Teilnehmer gaben unter anderem an, wie viel Zeit sie täglich auf sozialen Plattformen verbringen und wie häufig ihnen Gedächtnisfehler im Alltag passieren.

Das Ergebnis: Je länger die tägliche Social-Media-Nutzung, desto häufiger berichteten die Befragten von Gedächtnisproblemen. Menschen mit mehr als fünf Stunden täglicher Nutzung schnitten dabei am schlechtesten ab. Wer weniger als eine Stunde pro Tag in sozialen Netzwerken verbrachte, berichtete am seltensten von Gedächtnisproblemen.

  • Gedächtnisprobleme: Bei unter 40-Jährigen auf dem Vormarsch
  • Gesundheitliche Folgen: Tausende Teenager sind süchtig nach sozialen Medien

Vergessene Termine und verlegte Gegenstände

Die Forscher untersuchten verschiedene Arten von Gedächtnisfehlern. Dazu gehörte das sogenannte prospektive Gedächtnis – also die Fähigkeit, sich an geplante Handlungen zu erinnern, etwa einen Termin wahrzunehmen oder einen Anruf zu erledigen.

Auch das retrospektive Gedächtnis wurde betrachtet. Es beschreibt die Erinnerung an vergangene Ereignisse oder bereits erhaltene Informationen.

Bei beiden Gedächtnisbereichen zeigten sich Zusammenhänge mit einer problematischen Nutzung sozialer Medien. Betroffene berichteten häufiger davon, Termine zu vergessen, Dinge zu verlegen oder Informationen nicht mehr abrufen zu können.

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Wie hängt die Social-Media-Nutzung mit Gedächtnisproblemen zusammen?

Die Wissenschaftler vermuten, dass die ständigen Benachrichtigungen, das häufige Wechseln zwischen verschiedenen Inhalten und permanentes Multitasking die Aufmerksamkeit beeinträchtigen könnten. Wer ständig unterbrochen wird, speichert Informationen möglicherweise weniger gründlich ab. Das könnte dazu führen, dass Erinnerungen später schlechter abgerufen werden können.

Aussagekraft der Studie eingeschränkt

Die Studie beweist allerdings nicht, dass die längere Nutzung sozialer Medien direkt Gedächtnisprobleme verursachen. Erfasst wurden ausschließlich Selbsteinschätzungen der Teilnehmer, objektive Gedächtnistests fanden nicht statt.

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