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Gesundheit

Was über das Hantavirus bekannt ist

wochentlich.deBy wochentlich.de4 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Was über das Hantavirus bekannt ist
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Todesfälle auf Kreuzfahrt

Was über den Erreger bekannt ist


Aktualisiert am 04.05.2026 – 13:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Vereinfachte Darstellung von Hantaviren: An Bord des Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ des niederländischen Betreibers Oceanwide Expeditions sind drei Menschen mutmaßlich nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. (Quelle: Dr_Microbe/getty-images-bilder)

Auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff im Atlantik sterben drei Menschen, weitere sind krank. Mutmaßlicher Auslöser ist das Hantavirus. Wie kann das sein?

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind auf einem Schiff im Atlantik drei Menschen infolge einer Atemwegsinfektion gestorben. Drei weitere Personen sind erkrankt – eine so schwer, dass sie derzeit intensivmedizinisch behandelt wird.

Fest steht hingegen: Um mit dem Hantavirus in Kontakt zu kommen, sind keine Kreuzfahrten nötig. Der Mensch kann überall dort auf das Virus treffen, wo auch Mäuse, Ratten oder andere kleine Nagetiere anzutreffen sind. Umgekehrt gilt: Wo solche Nager fehlen, gibt es vermutlich auch keine Hantaviren.

Denn kleine Nagetiere wie Mäuse und Wühlmäuse dienen dem weltweit vorkommenden Hantavirus als natürliche Wirte. Die Übertragung des Virus auf den Menschen erfolgt meist indirekt über Ausscheidungen infizierter Tiere. Typische Infektionswege sind:

Damit zählen Hantavirus-Infektionen zu den Zoonosen: Das sind Krankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragbar sind. Eine Übertragung des Hantavirus von Mensch zu Mensch findet bei den in Europa und Asien vorherrschenden Virustypen nicht statt. Laut WHO ist ein solcher Übertragungsweg aber je nach Virustyp nicht ausgeschlossen.

Ob und wie schwer jemand nach einer Hantavirus-Infektion erkrankt, hängt stark vom ursächlichen Virustyp ab. In Mitteleuropa verlaufen Infektionen in der Regel mild bis moderat und enden nur selten tödlich. In anderen Regionen oder unter bestimmten Umständen (etwa bei einem geschwächten Immunsystem) kann die Infektion jedoch einen schweren Verlauf nehmen, wie der aktuelle Fall auf dem Schiff zeigt.

Für gewöhnlich macht sich eine Hantavirus-Infektion erst zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung bemerkbar. Das erschwert es oft, den genauen Infektionszeitpunkt nachzuvollziehen.

Der beste Schutz vor der Infektion besteht darin, den Kontakt mit potenziell infizierten Nagetieren und deren Ausscheidungen zu vermeiden. Das gilt besonders bei Arbeiten im Keller, in der Garage oder im Garten. Dabei reichen schon recht einfache Maßnahmen aus, um sich wirksam vor dem Erreger zu schützen.

Die aktuellen Ereignisse zeigen, wie unterschiedlich Infektionskrankheiten weltweit verlaufen können – wenn denn tatsächlich Hantaviren hinter allen Infektionsfällen auf dem Kreuzfahrtschiff stecken. Gleichzeitig gilt: Mit Wissen über Übertragungswege und einfachen Schutzmaßnahmen lässt sich das Risiko auch fernab des Alltags deutlich reduzieren.

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