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Finanzen

Warum selbst eine Million Euro oft nicht reicht

wochentlich.deBy wochentlich.de24 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Warum selbst eine Million Euro oft nicht reicht
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Leben von Zinsen, Mieteinnahmen oder Dividenden – klingt traumhaft, oder? Doch so einfach ist das mit dem passiven Einkommen leider nicht.

Wäre es nicht herrlich, wenn Sie nur noch arbeiten müssten, wenn Sie wirklich Lust dazu haben? Wenn Sie der Job oder ein Projekt wirklich begeistern? Das muss man sich natürlich leisten können. Schließlich kostet das Leben Geld. Es aber nicht Monat für Monat durch Arbeit verdienen zu müssen, sondern von den Kapitalerträgen leben zu können, ist der große Traum vieler Menschen.

Träumen Sie auch vom passiven Einkommen? Davon, so viel Kapital aufgebaut und investiert zu haben, dass Sie von Zinsen und Dividenden locker leben können? Davon, dass Ihre Mieteinkünfte das mühsam verdiente Einkommen ersetzen? Dann muss ich Sie leider enttäuschen.

Ohne sattes Startkapital wird es schwierig

So einfach ist das nämlich nicht. Denn Sie bräuchten schon ein sattes Startkapital, damit diese Rechnung aufgehen kann. Selbst eine Million Euro wäre wahrscheinlich nicht genug. Wohl selbst dann nicht, wenn Sie maximal bescheiden leben würden.

Lassen Sie uns ein wenig rechnen: Der Dax hat eine durchschnittliche Dividendenrendite von um die drei Prozent. Natürlich gibt es einzelne Unternehmen, die großzügiger sind. Aber rechnen wir trotzdem mit diesen drei Prozent. Das macht bei einem Aktiendepot in Höhe von einer Million Euro ein jährliches passives Grundeinkommen von 30.000 Euro. Supersichere Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit bringen auch nur unwesentlich mehr.

Können Sie von 30.000 Euro im Jahr leben? Zumal ja auch noch die Abgeltungsteuer fällig werden würde. Selbst wenn Sie höhere Dividenden von fünf oder sechs Prozent kassieren oder auf nicht mehr ganz so sichere Anleihen mit deutlich höheren Renditen setzen würden, sprechen wir von einem passiven Einkommen von 50.000 oder 60.000 Euro. Schon besser! Aber nach Steuern? Es kommt auf Ihren Lebensstandard an.

Machen Sie Ihr Depot zur Geldquelle

Etwas einfacher wird es, wenn Sie Ihr Depot zur Geldquelle machen. Wenn Sie beispielsweise Aktien und Anleihen im Wert von 10.000, 20.000 oder 30.000 Euro pro Jahr verkaufen – vielleicht sogar automatisiert über einen Auszahl- oder Entsparplan. Durch diese Gewinnmitnahmen wächst das passive Einkommen, der Depotwert und die Kapitalerträge in den kommenden Jahren schrumpfen aber natürlich auch. Und: Das Depot muss erst einmal über Jahre aufgebaut werden.

Die wenigsten von uns haben eine Million oder ein paar hunderttausend Euro auf dem Konto, die wir mal eben investieren könnten. Und auch eine Eigentumswohnung muss erst mal finanziert werden, bevor die Mieteinnahmen ein echtes passives Einkommen sind. Es ist also alles nicht ganz so einfach.

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