Am Samstag sei sie zufällig schon frühmorgens wach gewesen und habe mitbekommen, wie die Crew plötzlich aktiv geworden und zur Barge gefahren sei. Sie sei nicht mitgenommen worden. Die „Robin Hood“, die als Begleitschiff mit der „Fortuna B“ und der Barge im Konvoi fuhr, habe dicht hinter der Barge gelegen. Was dann geschah, konnte Tönnies offenbar nicht richtig erkennen. Nachdem die Crew zurück zur „Fortuna B“ gekommen sei, sei ihr geschildert worden, dass die Männer Timmy „Seile, also die Schläuche“, um die Fluke gelegt hätten. Dann sei die Barge langsam weggezogen worden, während Timmy durch die Seile festgehalten worden sei.

Ob es wirklich so war, könne sie aber nicht mit Sicherheit sagen, behauptete Tönnies. „Sie haben verhindert, dass es Filmaufnahmen gibt.“ Am Ende sei auch der Satz gefallen: „Endlich, das Mistviech ist jetzt weg, das ist die Hauptsache, nächstes Projekt.“

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2.30 Uhr: An Bord der „Fortuna B“ befand sich auch die Tierärztin Kirsten Tönnies. Sie hat ihre Vorwürfe gegen die Crew des Schleppers bekräftigt. Die Situation an Bord sei die letzten Tage unangenehm gewesen, sagte sie zu „Bild“ kurz nach der Ankunft am Hafen. Der Kapitän habe Gespräche verweigert und schließlich gedroht, er könne sie in Arrest nehmen, behauptete Tönnies. Auch die Haltung der Crew gegenüber dem Wal sei nicht nur positiv gewesen. Bei der Freilassung des Wals soll die Tierärztin nicht dabei gewesen sein. Der Kapitän des Schiffs hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Schlepper „Fortuna B“ kommt in Cuxhaven an – offenbar begleitet von Küstenwache

1 Uhr: Eines der beiden Schiffe, die den mehrfach vor der deutschen Küste gestrandeten Wal in die Nordsee gebracht hatten, ist am Sonntagabend in Cuxhaven eingelaufen. Nach Informationen von Reportern vor Ort machte der Schlepper „Fortuna B“ kurz vor Mitternacht im Hafen fest.

Die Polizei war laut Nachrichtenagentur dpa vor Ort. „Bild“ berichtete, die Beamten hätten den Hafen abgesperrt. Das Küstenwachschiff „Helgoland“ habe die „Fortuna B“ zudem in den Hafen geleitet. Die Hintergründe des Einsatzes seien unklar.

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