Bahn-Großbaustelle

Ersatzverkehr bei Köln hat weiterhin Probleme mit der Pünktlichkeit


11.05.2026 – 13:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein ICE und ein Regionalzug am Bahnhof Köln/Messe-Deutz: Noch bis Mitte Juli kommt es auf der Strecke zwischen Hagen, Wuppertal und Köln erhebliche Einschränkungen und Vollsperrungen. (Quelle: IMAGO/Jochen Tack)

Ein halbes Jahr lang wird die Bahnstrecke zwischen Hagen, Wuppertal und Köln saniert. Die während der Vollsperrung verkehrenden Busse stellen weiter eine Herausforderung da.

Die Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Hagen, Wuppertal und Köln verursacht weiterhin erhebliche Einschränkungen für Reisende. Zwar kommen die Arbeiten der Deutschen Bahn planmäßig voran. Der Schienenersatzverkehr in „einer der verkehrsreichsten und am dichten besiedelten Regionen Deutschlands“ bleibe allerdings eine Herausforderung, teilte eine Sprecherin der Deutschen Bahn der Kölner Redaktion von t-online mit.

Ab Freitag (15. Mai) beginnt die dritte Sperrung der S-Bahn-Strecke zwischen Hagen und Wuppertal bis in Richtung Düsseldorf, wodurch erneut die bis zu 200 Ersatzbusse für Reisende gefragt sind. Nachdem unter anderem Kritik in den betroffenen Städten an Pünktlichkeit und Verlässlichkeit aufgekommen war, hatte die Deutsche Bahn das Konzept überarbeitet und noch einmal angepasst.

Deutsche Bahn: Ersatzbusse Richtung Köln brauchen doppelt so lang wie Züge

Planmäßig brauchen die Ersatzbusse zwischen Wuppertal Hauptbahnhof und Leverkusen Mitte derzeit zwischen 80 und 90 Minuten – und damit etwas mehr als das Doppelte der regulären Fahrtzeit mit der Bahn. Die Pünktlichkeit der Ersatzbusse variiert allerdings. Das räumt auch die Deutsche Bahn ein. „Vor dem Hintergrund der Verkehrslage in der Region bleibt die Pünktlichkeit der Busse dennoch weiterhin eine Herausforderung.“

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Durch spezielle purpurfarbene Busse soll der Schienenersatzverkehr für Reisende bereits von Weitem erkennbar sein. Außerdem hat die Deutsche Bahn seit Ende der ersten Vollsperrung am 20. Februar Verbesserungen an der Fahrgastinformation vorgenommen und zusätzliche Busse und Fahrer organisiert. Der Fahrtplan wurde ebenfalls überarbeitet, um auf die Kritik zu reagieren.

Kritik an Pünktlichkeit: Verkehrschaos erschwert Schienenersatzverkehr der Bahn

Dennoch ist die Verkehrslage fast täglich eine Herausforderung. Vor allem der Bereich um den Wuppertaler Hauptbahnhof bereitet weiterhin Probleme. Nach Köln fahren die Busse gar nicht erst. Hier hatte die Deutsche Bahn bereits vorab Leverkusen als Endhaltestelle identifiziert, damit Reisende von dort aus in S-Bahnen und den Regionalverkehr umsteigen können. Diese Verbindungen seien häufig schneller als Ersatzbusse, die von Leverkusen durch den Stadtverkehr bis zum Bahnhof Köln Messe/Deutz verkehren würden.

Die Verantwortlichen hoffen, dass die Anpassungen in der nun dritten Sperrung der S-Bahn-Strecke Wirkung ziehen. Eine Sprecherin sagte weiter: „Wir werden den Schienenersatzverkehr weiterhin engmaschig managen und bei Bedarf – gemeinsam mit DB Regio und go.on – zusätzliche Maßnahmen ergreifen.“

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