Deutsche TV-Premiere

RTL zeigt erste Gerichtsshow mit Künstlicher Intelligenz


03.09.2026 – 11:27 UhrLesedauer: 2 Min.

„Ulrich Wetzel – Das Strafgericht“: RTL zeigt alte Folgen der Sendung, die mit KI überarbeitet wurden. (Quelle: RTL / Stefan Gregorowius)

Ab dem 7. September setzt RTL auf ein neues Format: alte Folgen der Sendung „Ulrich Wetzel – Das Strafgericht“ wurden mithilfe von KI überarbeitet und weiterentwickelt.

Gerade erst hat RTL das Ende der Vorabendserie „Unter uns“ bekannt gegeben. Nur wenige Tage später gibt der Sender einen Vorgeschmack darauf, in welche Richtung sich das Programm stattdessen entwickeln könnte. Dabei setzt RTL auf Künstliche Intelligenz.

In einer Pressemitteilung hat der Kölner Sender nun nämlich bekannt gegeben, dass sie ab dem 7. September um 15.55 Uhr eine TV-Premiere feiern werden. Es seien fünf neue Folgen von „Ulrich Wetzel – Das Strafgericht“ entstanden. Dabei habe man „bestehende Geschichten mithilfe von KI dramaturgisch weiterentwickelt“.

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RTL Deutschland bringe so zusammen mit Constantin Entertainment „generative Künstliche Intelligenz erstmals ins Programm im deutschen Free-TV“. Das Ganze gehöre zum Projekt „RTL bringt KI on Air.“ Diese Arbeitsweise schaffe „neuen Möglichkeiten KI für Storytelling und Produktion“.

„Ulrich Wetzel – Das Strafgericht“: Das Bild links zeigt einen Ausschnitt aus der original Folge. Das Bild rechts zeicht echte Darsteller mit KI integriert. (Quelle: RTL / Constantin Entertainment)

„Zukunft des Erzählens“

RTL Chief Content Officer Inga Leschek bezeichnet das neue Format als die „Zukunft des Erzählens“. „Mit ‚Das Strafgericht‘ gehen wir bewusst einen ersten aufgeschlossenen Schritt und machen die Möglichkeiten von KI für unser Publikum direkt erlebbar.“ Sie betonte aber auch, dass „gute Geschichten“ durch „Ideen, Erfahrung und redaktionelle Verantwortung“ entstehen würden. Die Technologie erweitere dabei die kreativen Werkzeuge. „Das Ziel ist damit künftig schneller und effizienter Inhalte umzusetzen und für Streaming und Broadcast zu veröffentlichen.“

Die fünf Folgen seien ein „Praxistest unter realen Produktions- und Programmbedingungen“. Der Sender will damit erproben, „wie sich bestehende Inhalte mithilfe von KI kreativ weiterentwickeln und zusätzliche Auswertungsmöglichkeiten erschließen lassen“. Menschen, die in den Folgen mit KI überarbeitet wurden, seien über ihre Rechte aufgeklärt worden.

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