Union und SPD suchen Kompromiss

Rente: Koalition erwägt wohl bis zu 47 Beitragsjahre

Aktualisiert am 24.09.2026 – 13:33 UhrLesedauer: 1 Min.

Zwei Dachdecker bei der Arbeit (Symbolbild): Die Koalition berät über Sonderregelungen bei der Rente für körperliche Berufe.

Für die Koalition geht es um die Frage, für wen ein abschlagsfreier Ruhestand künftig noch gelten soll. Aus der Union kommt dafür Berichten zufolge eine klare Bedingung für die geplante Rentenreform.

Im Streit um die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren beraten die Fraktionen von Union und SPD über einen Kompromiss. Dabei werde unter anderem eine Anhebung der nötigen Beitragsjahre um bis zu zwei Jahre diskutiert, berichtete die Zeitung „Bild“ am Donnerstag unter Berufung auf Koalitionskreise.

Arbeitnehmer könnten in diesem Fall erst nach 46 oder 47 Beitragsjahren abschlagsfrei in den Ruhestand gehen. Zudem sei im Gespräch, die Anrechnung von Erziehungszeiten zu verkürzen, die aktuell bei bis zu zehn Jahren pro Kind liegt.

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Darüber hinaus werde eine Begrenzung der abschlagsfreien Rente auf bestimmte Berufsgruppen erwogen, hieß es dem Bericht zufolge aus Fraktionskreisen. Die Regelung könnte künftig auf Arbeitnehmer mit harter körperlicher Arbeit wie etwa Dachdecker beschränkt werden.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sagte der Zeitung, es gebe in der Koalition eine klare Vereinbarung, wonach Härtefälle möglich sein sollten, Regelfälle jedoch nicht. „Ohne eine Änderung des Regel-Ausnahme-Verhältnisses bei der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren kann es keine Rentenreform geben“, erklärte er weiter.

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