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Sport

Ulf Kirsten glaubt an Bayer Leverkusen als neuen deutschen Meister

wochentlich.deBy wochentlich.de13 Januar 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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Ulf Kirsten glaubt an Bayer Leverkusen als neuen deutschen Meister
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Ex-Nationalspieler Ulf Kirsten glaubt, dass Bayer Leverkusen in dieser Saison der ganz große Wurf gelingt. Der deutschen Nationalmannschaft gibt er für die EM ein klares Ziel vor.

Die Tabellenspitze in der Bundesliga ist so umkämpft wie schon lange nicht mehr zu diesem Zeitpunkt einer Saison. Bayer Leverkusen thront ganz oben, der FC Bayern lauert in der Verfolgerrolle auf seine Chance. Wenn es nach Ex-Nationalspieler Ulf Kirsten geht, gehen die Münchener in der Bundesliga dieses Jahr aber leer aus. Verdient habe den Meistertitel nur eine Mannschaft: Bayer Leverkusen.

Warum er an einen Triumph der Werkself glaubt, darüber sprach der ehemalige DDR-Torjäger exklusiv mit „t-online“. Außerdem gab Kirsten preis, was er von DFB-Star und Leverkusens Top-Talent Florian Wirtz hält, welche Art von Spielern seiner Meinung nach zur Europameisterschaft fahren sollten und welches Ziel das deutsche Team bei der Heim-EM haben muss.

t-online: Herr Kirsten, Bayer Leverkusen spielt bisher eine überragende Saison. Die Mannschaft hat in dieser Spielzeit noch kein Pflichtspiel verloren. Glauben Sie, dass Bayer im Sommer die Meisterschale hochhält?

Ulf Kirsten: Ich bin überzeugt davon. Schon vor der Saison hatte ich das Gefühl, dass Leverkusen eine gute Mannschaft hat und war sehr optimistisch. Ich habe gesagt: Mindestens ein Titel muss dieses Jahr drin sein. Nach der Hinrunde, die sie gespielt haben, muss man sagen: Nur Bayer Leverkusen hat es verdient, die Schale hochzuhalten.

Was macht die Leverkusener Mannschaft in dieser Saison aus?

Der Verein hat außerordentlich gut eingekauft. Sie haben Spieler, die die Mannschaft führen können, dazu noch eine Reihe an jungen Talenten, die vor allem mit ihren technischen Fähigkeiten, ihrem Tempo und ihrem Spielverständnis beeindrucken. Xabi Alonso hat all das zu einer Einheit geformt. Er ist total abgeklärt, besitzt zudem eine unglaubliche Erfahrung. Letzteres nicht mal unbedingt als Trainer, sondern vor allem als Profi, der selbst viele Top-Trainer erlebt hat. Das scheint er den Spielern jetzt gut rüberzubringen.

Sie selbst spielten von 1990 bis 2003 für die Werkself. Sehen Sie Parallelen zwischen dem aktuellen Team und den Leverkusener Mannschaften aus Ihrer Zeit?

Wir haben in den Jahren 2000 und 2002 ähnlich gute Saisons gespielt. Am Ende des Tages haben wir aber keinen Titel geholt. Es haben Nuancen gefehlt. 2002 haben wir zum Beispiel in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League bis zum Schluss auf allen drei Hochzeiten getanzt und sind letztlich in jedem Wettbewerb knapp am Ziel vorbeigeschlittert. Trotzdem bin ich der Meinung: Jetzt ist es fällig, dass Bayer den Meistertitel holt. Das wäre mehr als verdient. Sie spielen den besten Fußball.

In den nächsten Wochen fehlen Leverkusen wichtige Spieler. Odilon Kossonou, Edmond Tapsoba, Amine Adli sind mit ihren Nationen beim Afrika Cup im Einsatz. Dazu fällt Torjäger Victor Boniface verletzungsbedingt wohl bis Anfang April aus. Kann das Team das auffangen?

Es gibt einige Vereine, die Spieler für dieses Turnier abstellen müssen. Sicherlich ist die Ausgangslage für Bayern München auch etwas besser als für Leverkusen. Dennoch: Das Team hat im letzten Heimspiel vor der Winterpause gegen den VfL Bochum gezeigt, dass es die Ausfälle kompensieren kann. Dort haben sie bereits mit der zweiten Garde gespielt, die ich aber eigentlich gar nicht als solche bezeichnen möchte. Man hat nämlich gerade in der Offensive gesehen, dass es keinen Qualitätseinbruch gab. Das Spiel wurde souverän gewonnen. Natürlich muss jetzt geschaut werden, wie die Mannschaft aus der Winterpause kommt. Die war dieses Jahr aber auch nicht sonderlich lang. Früher war man vier bis sechs Wochen raus, dieses Mal waren es nur zwei, drei Wochen. Deshalb sollte die Pause dem Leverkusener Lauf auch keinen Abbruch getan haben.

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