Bonner Nordbrücke
Krischer verteidigt Sperrung auf A565 – Kritik an „Desaster“
17.06.2026 – 11:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Sperrung der Bonner Nordbrücke führt zu erheblichen Verkehrsproblemen im Rheinland. Im NRW-Landtag gerät Verkehrsminister Krischer unter Druck.
Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) hat die Erwartungen für ein schnelles Ende der Vollsperrung der Bonner Nordbrücke gedämpft. „Es war gut, dass die Brücke gesperrt wurde, um die Ursachen für die Schäden zu ermitteln. Bevor die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen, erübrigt sich jegliche Spekulation, was die Zukunft der Brücke angeht“, sagte Krischer am Mittwoch im Landtag in Düsseldorf.
Die Fraktionen von SPD, FDP und AfD hatten unabhängig voneinander eine Aktuelle Stunde zu den aktuellen Sperrungen an der Bonner Nordbrücke und am Kölner Eifeltor für den Lkw-Verkehr beantragt. Krischer betonte im Plenum, dass vor allem die Autobahnbrücke in Bonn „in der Landesregierung absolute Priorität hat. Es ist ein Schlag für die gesamte Region“.
Bonner Nordbrücke gesperrt: Verkehrminister Oliver Krischer verteidigt Vorgehen
Der Verkehrsminister kündigte an, mögliche Zeitpläne der Deutschen Bahn für Bauarbeiten zu prüfen, sollte die Brücke entlang der A565 länger gesperrt bleiben. „Der Fokus der Landesregierung bei den Brücken liegt auf Ersatzneubauten und Sanierungen. Wir haben die Zeichen der Zeit verstanden.“
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Der CDU-Abgeordnete Oliver Krauß verteidigte ebenfalls das Vorgehen der Landesregierung. Der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion sagte: „Es wird mit Hochdruck gearbeitet.“ Das Problem sei, dass das geltende Lkw-Verbot zu oft missachtet worden sei.
„Katastrophe“: Scharfe Kritik an Vollsperrung der A565
Deutliche Kritik gab es aus der Opposition. Der SPD-Landtagsabgeordnete Alexander Vogt sagte: „Das eigentliche Problem ist: CDU und Grüne behandeln die jetzigen Nachrichten als einzelne Verkehrsprobleme. Tatsächlich haben wir aber einen Infrastrukturnotstand.“

Seine Parteikollegin Carolin Kirsch nannte die Sperrung „eine Katastrophe“. „Für Hunderttausende Menschen stellt diese Sperrung eine enorme, eigentlich unzumutbare Einschränkung in ihrem Alltag dar“, so Kirsch weiter.
Der verkehrspolitische Sprecher der FDP, Christof Rasche, sagte am Mittwoch: „Die Sperrung ist ein Desaster. Die Region um Köln wird abgehängt.“ Schuld sei „die schwarz-grüne Staukoalition“, so Rasche weiter.
