Nach Nagelsmann-Kontroverse

Müller reagiert auf Kritik: „Werden uns nicht verbiegen lassen“


Aktualisiert am 14.06.2026 – 20:08 UhrLesedauer: 3 Min.

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Im Video: Hier kontert Müller die Mediendebatte (Quelle: MagentaTV)

Mit einer Bemerkung über ein mögliches Ende von Julian Nagelsmann als Bundestrainer lösten Jürgen Klopp und Thomas Müller Kritik aus. Jetzt antwortet Müller.

Thomas Müller hat auf die scharfe Kritik an ihm und Jürgen Klopp reagiert. „Wir haben es natürlich mitbekommen“, sagte der Ex-Nationalspieler im Rahmen der Übertragung des DFB-Auftakts in die WM bei MagentaTV. Müller und Klopp hatten in einer vorangegangenen Übertragung über ein mögliches Ende von Julian Nagelsmann als Bundestrainer gewitzelt.

Klopp hatte vor laufender Kamera im Gespräch mit Müller über die mögliche deutsche Aufstellung gegen Curaçao gesagt: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf – noch. Noch.“ Müller hatte über den Spruch gelacht und hinterhergeschoben: „Kloppo. Wir haben Juni. Du bist schon im September.“

„So einen Satz finde ich respektlos“

Daraufhin hatte es viel Kritik an den beiden gegeben. „Ich finde, das geht nicht. So einen Satz finde ich respektlos“, polterte etwa Andreas Möller im „Doppelpass“. „Wir wissen ja, was daraus gemacht wird. Das ist ein No-Go.“

Jürgen Klopp: Er gilt als möglicher Nachfolger von Julian Nagelsmann als Bundestrainer. (Quelle: Alan Martin/imago-images-bilder)

Möller fuhr fort: „Wenn Klopp Bundestrainer wäre – und im Hintergrund würden solche Sachen laufen, da wäre er auch nicht amüsiert“, sagte er. Ex-Nationalspieler und t-online-Kolumnist Effenberg schloss sich ihm an, kreidete Klopp aber vor allem eines an: „Das geht nicht, er spricht vor einem Millionen-Publikum. Auch mit dem Lachen hinten raus“, sagte der 57-jährige Effenberg.

Einen solchen Spruch könne er „mit einem Bierchen an der Bar machen, wenn du allein bist. Aber nicht vor einem Millionen-Publikum, das ist ein absolutes No-Go“. Klopp bringe Nagelsmann so „in die Bredouille. Nagelsmann weiß gar nicht, wie er darauf antworten soll“, so Effenberg.

Im Video | Reporter nervt Nagelsmann mit Klopp-Frage

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„Ist immer ein bisschen Schmäh mit dabei“

Müller rechtfertigte sich nun für den Spruch: „Ich kann nur folgendes sagen: Wir diskutieren natürlich leidenschaftlich. Also uns geht es hauptsächlich darum, die Begeisterung herüberzubringen“, sagte er. „Wir sind Riesen-Fans der Mannschaft und natürlich auch des Turniers. Also mir geht es so. Wir diskutieren taktisch, inhaltlich und vor allem auch sachlich, wenn es um den Sport geht“, stellt er klar, schränkte dann aber ein: „Aber bei uns beiden, wer soll es uns da verdenken, ist immer ein bisschen Schmäh mit dabei und da kann natürlich auch mal etwas herausrutschen, was dann populistisch Wellen schlagen kann, wenn man es denn populistisch verwenden möchte.“

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