ARD-Krimi mit neuem Team
„Ich habe es unterschätzt“ – Schuch über „Tatort“-Debüt
12.10.2026 – 12:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Sonntag feierte Karoline Schuch ihr Debüt im Kieler „Tatort“. In einem Interview hat die Schauspielerin zugegeben, von dem ARD-Krimi überrascht worden zu sein.
Am Sonntag startete mit „Tatort: Unter Freunden“ ein neues Kapitel im Kieler Krimi. Karoline Schuch übernahm darin die Rolle der Polizeipsychologin Elli Krieger und bildet seither gemeinsam mit Almila Bagriacik als Kommissarin Mila Sahin das neue Ermittler-Duo. Mehr als sieben Millionen Menschen schalteten ein, der Marktanteil für den „Tatort“ lag bei sehr guten 30 Prozent.
Wie groß das Echo auf ihren Einstand sein würde, hatte die 44-Jährige nicht einkalkuliert, gestand sie in einem Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe ihres Engagements beim NDR habe sie nicht mit vielen Reaktionen gerechnet. „Dann kam die Meldung raus und es war das komplette Gegenteil“, sagt Karoline Schuch in dem Gespräch.
„Anscheinend ist der ‚Tatort‘ immer noch eine große und wichtige Institution. Ich habe es unterschätzt. Aber es freut mich natürlich, wenn es diese große Aufmerksamkeit gibt“, so Schuch.
- Wirrwarr im neuen „Tatort“-Team: Wer ermittelt denn jetzt?
Warum sie sich für die Rolle der Psychologin und nicht für eine klassische Kommissarin entschieden habe, erklärte Schuch so: „Bei einer klassischen Kommissarin hätte ich nicht gewusst, was ich da noch für eine Farbe in die Mannigfaltigkeit der filmischen Kriminalkommissare in Deutschland reinbringen soll. Bei einer Polizeipsychologin umso mehr.“
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Einen Rat für den Einstieg in den Sonntagskrimi bekam sie von ihrem Vorgänger Axel Milberg, der die Kieler Reihe als Kommissar Borowski bis zu seinem Abschied 2025 geprägt hatte. Milberg habe ihr mit auf den Weg gegeben, Spaß zu haben und zu überlegen, wofür sie kämpfen möchte. „Ein sehr guter Tipp“, befand Schuch. Dennoch habe sie sich auf den „Tatort“ vorbereitet, „wie auf andere Rollen“ auch.
Schuchs Figur hat „Stock im Arsch“
Im ersten gemeinsamen Fall mit Kommissarin Sahin verläuft der Start ihrer Figur nicht reibungslos: Sahin muss sich einer Begutachtung durch die Psychologin unterziehen und fühlt sich dabei unter Druck gesetzt. Dass ihrer Figur Elli Krieger von der neuen Kollegin ein „Stock im Arsch“ unterstellt wird, stört Schuch nicht. Das gehöre eben zur Rolle, so die Schauspielerin.
Privat wuchs Schuch ohne Fernseher auf und sah in ihrer Kindheit entsprechend wenige Krimis, wie sie erzählt. Womöglich hat sie auch deshalb die Aufmerksamkeit für ihr Debüt etwas unterschätzt. Für den nächsten Auftritt ist sie entsprechend besser gewappnet: Am kommenden Sonntag läuft der zweite Teil des Doppel-„Tatort“-Debüts.