Jahrelange Verzögerung
Stuttgart 21 wird wohl erst 2031 fertig
Aktualisiert am 08.06.2026 – 16:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist seit dem Jahr 2010 eine Baustelle. Eine Fertigstellung liegt in weiter Ferne. Mindestens fünf Jahre dauert es wohl noch.
Das Bahnprojekt Stuttgart 21 wird nach einem Medienbericht deutlich später fertig als bislang angenommen. Die Eröffnung des neuen unterirdischen Hauptbahnhofs müsse voraussichtlich auf Ende 2031 verschoben werden, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) unter Berufung auf mit dem Projekt vertraute Personen. Die Deutsche Bahn äußerte sich nicht dazu.
Die erneute Verzögerung geht laut dem Bericht auf eine umfassende Überprüfung des Projekts zurück, die Bahnchefin Evelyn Palla Ende vergangenen Jahres angestoßen hat. Bereits zuvor hatte die Bahn den ursprünglich für Ende 2025 vorgesehenen Termin auf 2026 verschoben. Zuletzt galt sogar eine Inbetriebnahme im Jahr 2030 als mögliches Negativszenario.
Nach Angaben der „FAZ“ sollen vor allem Probleme beim Digitalen Knoten Stuttgart (DKS) für die neuerliche Verschiebung verantwortlich sein. Das Projekt soll den Bahnknoten vollständig mit dem europäischen Zugleitsystem ETCS ausstatten und gilt als zentrales Element der Modernisierung. Die für Stuttgart 21 zuständige DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH habe die Schwierigkeiten dem Bericht zufolge nicht in den Griff bekommen.

Gestaffelte Inbetriebnahme geplant
Dennoch soll es schon vor der vollständigen Fertigstellung Verbesserungen für Reisende geben. Derzeit führen nur große Umwege bis an die Gleise. Doch Ende 2027 könnten erste Bereiche des neuen Bonatz-Baus genutzt und dadurch die Wege verkürzt werden. Ende 2028 soll dieser Bahnhofsteil dann vollständig in Betrieb gehen. Die Anbindung des Flughafens ist laut „FAZ“ für Ende 2030 vorgesehen.
Erst Ende 2031 soll dann der eigentliche unterirdische Durchgangsbahnhof eröffnet werden. Als weitere Gründe für die Verzögerungen nennt die Zeitung Mängel bei der Planungssteuerung, Probleme im Technikgebäude sowie verschärfte Sicherheitsanforderungen an kritische Infrastruktur. Demnach müsse unter anderem das Notstromkonzept überarbeitet werden.
