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Finanzen

Studie zählt 341.500 Stellen weniger seit 2019

wochentlich.deBy wochentlich.de25 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Studie zählt 341.500 Stellen weniger seit 2019
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Studie zeigt

341.500 Industriejobs weg – eine Branche trifft es besonders hart

25.05.2026 – 09:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Fertigung des Stuttgarter Autoherstellers Mercedes-Benz: In der Autoindustrie ist seit 2019 jeder siebte Job weggefallen. (Archivbild) (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa)

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Trotz des steigenden Umsatzes baut die deutsche Industrie weiter Jobs ab. Seit 2019 sind laut einer Studie 341.500 Jobs weggefallen.

Trotz der erstmals seit rund drei Jahren gestiegenen Umsätze hält der Stellenabbau in der deutschen Industrie einer Studie zufolge an. Ende des ersten Quartals 2026 habe die Zahl der Beschäftigten bei Industrieunternehmen um 127.300 oder 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen, wie aus der am Montag veröffentlichten Analyse des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY hervorgeht. Seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 sind
demnach 341.500 Industriejobs verloren gegangen – ein Rückgang um gut sechs Prozent.

Als Grund für den aktuellen Stellenabbau nannte EY die schwache Umsatzentwicklung, bei der sich im ersten Quartal aber möglicherweise eine Trendwende andeutet: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Industrieumsatz den Angaben nach um 1,7 Prozent – nachdem in den vorangegangenen zehn Quartalen Umsatzrückgänge verzeichnet worden waren.

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Das leichte Plus ist vor allem der Metallindustrie zu verdanken. „Die meisten anderen Industriebranchen bleiben hingegen im Rückwärtsgang“, sagte EY-Experte Jan Brorhilker. Die kommenden Monate dürften zeigen, ob es sich beim Wachstum einiger weniger Branchen um ein Strohfeuer handele oder um eine Trendwende. „Zuletzt haben Umsatzrückgänge auf breiter Front die Situation in der deutschen Industrie geprägt. Nach drei Jahren mit kontinuierlichen Rückgängen geht das inzwischen an die Substanz“, sagte Brorhilker.

Stellenabbau in der Autobranche am stärksten

Die von der Bundesregierung bislang ergriffenen Maßnahmen zur Stützung der heimischen Industrie zeigten bislang kaum Wirkung. „Der Industriestrompreis oder die Senkung der Körperschaftsteuer sind wichtige Schritte, die aber erst in Zukunft greifen werden und wenig zur Lösung der aktuellen Probleme beitragen“, sagte Brorhilker. Zusätzliche Belastungen ergeben sich aus geopolitischen Konflikten, wachsendem Protektionismus und Handelsstreits. All das führe dazu, dass es derzeit
an Zuversicht und Vertrauen in den Standort mangele.

Besonders stark fällt der Stellenabbau in der Automobilindustrie aus. Dort sei seit 2019 jeder siebte Arbeitsplatz verloren gegangen, betonte EY. In den vergangenen zwölf Monaten sank die Beschäftigung in der Autobranche um 32.000, seit 2019 sogar um etwa 125.800. Prozentual noch stärkere Einbußen verzeichnete die Textilindustrie, in der seit 2019 rund 22 Prozent der Jobs verloren gingen. In der Metallindustrie sank die Beschäftigung um 15 Prozent.

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