Ab Oktober 2026

Bis zu 80 Minuten länger: Bahn sperrt Strecke Berlin–Hannover

18.06.2026 – 06:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Ab Anfang Oktober wird die Strecke zwischen Lehrte und Berlin umfangreich saniert (Archivbild): Das betrifft vor allem den Fernverkehr zwischen Berlin und Hannover. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-bilder)

In den Wintermonaten fahren Fernzüge Berlin–Hannover Umleitungen – bis zu 80 Minuten länger. Betroffen sind auch Verbindungen nach NRW und Amsterdam.

Wer ab Oktober 2026 mit dem Fernzug zwischen Berlin und Hannover reist, muss deutlich mehr Zeit einplanen. Die Deutsche Bahn sperrt dann den Abschnitt zwischen Berlin-Spandau und Fallersleben für eine Generalsanierung und leitet Fernzüge weiträumig um. Die Fahrzeit verlängert sich nach Bahnangaben um 60 bis 80 Minuten – aktuell sind es planmäßig rund 100 Minuten.

Fernzüge fahren in dieser Zeit laut Bahn abwechselnd über Braunschweig und Magdeburg. Züge zwischen Amsterdam und Berlin werden über Hamburg umgeleitet, was nach Bahnangaben zu einer rund 70 Minuten längeren Fahrzeit führt. Betroffen sind auch Reisende auf der Achse Berlin–Nordrhein-Westfalen.

Auf bestimmten Strecken: DB setzt Ersatzbusse ein

Die Sperrung ist in zwei Hauptphasen geplant: Oktober bis Dezember 2026 und Oktober bis Dezember 2027. Dazwischen gilt von Februar bis Juli 2027 eine Totalsperrung zwischen Lehrte und Fallersleben. In dieser Zwischenphase fahren Fernzüge Richtung Hannover nach Bahnangaben über Wolfsburg, Richtung Berlin weiterhin über Magdeburg.

Wo möglich, sollen Nahverkehrszüge bis an den gesperrten Abschnitt herangeführt werden. Wo das nicht möglich ist, setzt die Bahn nach eigenen Angaben Ersatzbusse ein. Die Fahrpläne für die erste Bauphase sollen ab Ende Juni 2026 im DB Navigator sowie in den Apps der Verkehrsverbünde abrufbar sein.

Mehr als 400 Züge pro Tag zwischen Berlin und Hannover

Das Konzept der Generalsanierung sieht vor, stark befahrene Strecken vollständig zu sperren, um in einem Zug umfangreichere Modernisierungen durchführen zu können als bei Bauarbeiten im laufenden Betrieb. Auf der Strecke Berlin–Hannover fahren nach Bahnangaben täglich mehr als 400 Züge des Nah- und Fernverkehrs sowie rund 90 Güterzüge. Mit 221 Kilometern ist sie nach der Strecke Hamburg–Berlin die zweitlängste Achse im laufenden Sanierungsprogramm.

Im Rahmen der Arbeiten sollen nach Bahnangaben unter anderem mehr als 175 Weichen, 260 Kilometer Gleise und 13 Kilometer Lärmschutzwände erneuert werden. 25 Bahnhöfe entlang der Strecke sollen modernisiert und teilweise barrierefrei ausgebaut werden.

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