Seltenes Schauspiel über Hamburg
Die Sonne schrumpft zur Sichel
Aktualisiert am 13.08.2026 – 06:49 UhrLesedauer: 1 Min.
Rund 85 Prozent der Sonne verschwanden am Mittwochabend über Hamburg hinter dem Mond. Den Höhepunkt erreichte die partielle Sonnenfinsternis um 20.07 Uhr.
Über Hamburg zeigte sich am Mittwochabend ein seltenes Himmelsschauspiel: Der Mond schob sich vor die Sonne und verdeckte sie zeitweise fast vollständig. Nur noch eine schmale Sichel blieb von ihr übrig, komplett dunkel wurde es dabei aber nicht, da es sich um keine totale Finsternis handelte.
Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Ereignis am Hamburger Planetarium, das im Rahmen einer „Langen Nacht der Astronomie“ Vorträge anbot und ab 19.45 Uhr Live-Bilder der totalen Sonnenfinsternis aus Spanien übertrug. Die Astronomin Carolin Liefke von der Vereinigung der Sternenfreunde erklärte der „Mopo“, dass sich der Mond zunächst von einer Seite der Sonnenscheibe her über diese bewege, bevor sich daraus die typische Sichelform entwickle.
Sonnenfinsternis in weiten Teilen Europas sichtbar
Die Sonne ging noch während der laufenden Verdeckung unter, je nach Standort zwischen etwa 20.30 und kurz nach 21 Uhr.
Sichtbar war die partielle Sonnenfinsternis in weiten Teilen Europas sowie in Nordamerika und Westafrika. Eine totale Verdunkelung ließ sich nur in einem schmalen Streifen beobachten, der unter anderem über Island, Grönland, die Iberische Halbinsel und die Balearen verlief. Wer in Richtung Sonne blickte, benötigte dafür eine spezielle Schutzbrille, da ein ungeschützter Blick die Augen dauerhaft schädigen kann – alternativ ließ sich das Schauspiel mit einer selbstgebauten Lochkamera gefahrlos auf Papier projizieren.
