Seltenes Naturschauspiel

Polizei greift bei Sofi-Ansturm in Köln ein

13.08.2026 – 03:45 UhrLesedauer: 1 Min.

In den Abendstunden verdunkelte sich über Köln kurzzeitig der Himmel: Der Mond schob sich zwischen die Erde und Sonne und warf dabei seinen Schatten auf die Erde, der die Sonne optisch verdeckte. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt/imago)

Kostenloser Eintritt, ausverkaufte Schutzbrillen: In Köln wollten etliche Menschen die Sonnenfinsternis sehen. Am Ende musste die Polizei eingreifen.

Die Polizei musste am Mittwochabend an der Volkssternwarte Köln in Köln-Sülz eingreifen, nachdem Hunderte Menschen spontan zur Beobachtung der partiellen Sonnenfinsternis gekommen waren. Grund für den Zulauf war unter anderem, dass Eintritt und Anmeldung entfielen und für den Blick durch das speziell gefilterte Teleskop keine eigene Schutzbrille nötig war. Die Brillen waren in der Stadt zu diesem Zeitpunkt bereits vergriffen.

Wie groß der Ansturm ausfiel, machte Isabelle Breloy, wissenschaftliche Koordinatorin der Universität zu Köln, deutlich. „Wir werden gerade etwas überrannt“, wird sie vom „Kölner Stadt-Anzeiger“ zitiert. Auf der Dachterrasse der Sternwarte, dem eigentlichen Beobachtungspunkt, fanden laut WDR jeweils nur rund 50 Menschen Platz, sodass die Gruppen im Minutentakt wechseln mussten.

Viele Schaulustige beobachten Sofi in Köln am Deutzer Rheinufer

Weil sich vor dem Gebäude eine lange Schlange bildete, forderten die Organisatoren Unterstützung durch die Polizei an. Die Beamten waren nach eigenen Angaben ab 19 Uhr im Einsatz und achteten darauf, dass Rettungswege frei blieben. Zudem kam es unter den Wartenden zu Streit, weil sich einige vorgedrängelt hatten; die Polizei schlichtete.

Ein ähnliches Bild zeigte sich am Rheinufer in Köln-Deutz, wo laut WDR ebenfalls viele Schaulustige unterwegs waren und sich die wenigen vorhandenen Schutzbrillen teilten. Weil dort mehrere Autofahrer ihre Fahrzeuge einfach am Straßenrand abstellten, um die Sonnenfinsternis zu beobachten, war auch hier Polizei vor Ort.

Als möglichen Grund für den unerwartet hohen Besucherzuspruch nannten die Veranstalter die breite öffentliche Ankündigung der kostenlosen Aktion. Größere Zwischenfälle blieben nach Polizeiangaben aus.

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