Evakuierungen

Bombe in Monheim gesprengt – Warnung reicht bis nach Leverkusen

13.08.2026 – 04:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Kampfmittelbeseitigung Fahrzeug (Archivbild): In Monheim am Rhein wurde Mittwochabend eine Weltkriegsbombe kontrolliert gesprengt. (Quelle: IMAGO/Swaantje Hehmann/imago)

Am Mittwochabend warnt die Feuerwehr die Menschen in Hitdorf vor einem lauten Knall. Was auf der anderen Rheinseite in Monheim dahintersteckt.

Wer am Mittwochabend in Hitdorf unterwegs war, dürfte einen ungewöhnlich lauten Knall vom gegenüberliegenden Rheinufer gehört haben. Grund war die kontrollierte Sprengung einer Weltkriegsbombe im benachbarten Monheim am Rhein.

Rund 2.600 Menschen mussten dafür auf Monheimer Seite ihre Wohnungen verlassen – in einem Radius von 600 Metern um eine Firma an der Rheinparkallee, wo die Fünf-Zentner-Bombe entdeckt worden war. Sie stammte aus dem Zweiten Weltkrieg und war mit einem Langzeitzünder ausgestattet, der eine reguläre Entschärfung unmöglich machte. Mehr als 150 Polizei- und Feuerwehrkräfte sicherten den Bereich, zusätzlich standen wegen der vielen älteren Anwohner im Sperrgebiet Krankentransporte bereit.

Weltkriegsbombe in Monheim gesprengt: Entwarnung in HItdorf

Auch auf der anderen Rheinseite, in Hitdorf, blieb der Einsatz nicht unbemerkt: Die Feuerwehr Leverkusen warnte die dortige Bevölkerung um 22.08 Uhr vor dem bevorstehenden, deutlich hörbaren Detonationsgeräusch und möglichen Erschütterungen. Als die Bombe um 22.23 Uhr wie geplant gesprengt wurde – gesichert durch aufgeschütteten Sand und einen wassergefüllten Schutzbehälter in der Sprenggrube –, war der Knall tatsächlich bis nach Hitdorf zu hören. Die Warnung für den Stadtteil war zu diesem Zeitpunkt bereits aufgehoben, die Leitstelle hatte um 22.22 Uhr Entwarnung gegeben. Zwischenfälle gab es nicht, auch der zur Sicherheit gesperrte Luftraum über Monheim hatte keine Folgen für den Flugverkehr am nahen Düsseldorfer Flughafen.

Etwas holprig verlief dagegen die Vorwarnung in Monheim selbst: Wie der WDR berichtete, hatte die Warn-App Nina zunächst einen kleineren Gefahrenbereich angezeigt als tatsächlich evakuiert wurde, sodass etliche Anwohner erst durch Lautsprecherdurchsagen oder direkte Ansprache der Einsatzkräfte von der Evakuierung erfuhren. Die Stadt Monheim erklärte dies im Nachhinein mit unterschiedlichen Datengrundlagen bei der Leitstelle; verbindlich sei der später korrigierte, größere Radius gewesen. Am späten Abend konnten alle Betroffenen in ihre Wohnungen zurückkehren.

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