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Gesundheit

Sex trotz Blasenentzündung? Warum das riskant ist

wochentlich.deBy wochentlich.de28 August 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Sex trotz Blasenentzündung? Warum das riskant ist
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Drei Gründe

Sex trotz Blasenentzündung – warum das riskant ist


28.08.2025 – 07:25 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Eine Blasenentzündung kann die Lust auf Sex dämpfen. (Quelle: EmirMemedovski/getty-images-bilder)

Brennen, Harndrang, Schmerzen: Die Symptome nehmen die Lust auf Sex mit Blasenentzündung. Das ist gut so. Geschlechtsverkehr macht alles nur schlimmer.

Die meisten Frauen mit einer Blasenentzündung haben natürlicherweise keine Lust auf Sex. Die Symptome sind zu belastend. Doch auch diejenigen, die Geschlechtsverkehr haben möchten, sollten besser verzichten. Drei Gründe, warum Sex bei Blasenentzündung keine gute Idee ist, und wann Frauen nach dem Harnwegsinfekt wieder aktiv sein dürfen.

Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit zufolge bekommen rund zehn von 100 Frauen mindestens einmal im Jahr eine Blasenentzündung, medizinisch Zystitis genannt. Laut dem Berufsverband der Frauenärzte e. V. gehört das im Darm natürlicherweise vorkommende Bakterium Escherichia coli zu den häufigsten Erregern von Harnwegsinfektionen. Seltener kommen Erreger vor, die teilweise durch mangelnde Hygiene, teilweise aber auch durch Sexualkontakte übertragen werden können. Dazu gehören Staphylokokken, Proteus mirabilis, Gonokokken (Erreger des Trippers), Hefepilze (Candida), Chlamydien und bestimmte Viren.

Dass vor allem Frauen anfällig für Blasenentzündungen sind, hat verschiedene Gründe. Zum einen liegen Harnröhre und After eng beieinander. Krankmachende Erreger aus dem Darm können leicht in Richtung Scheide verschleppt werden. Zum anderen ist die weibliche Harnröhre gerade einmal vier Zentimeter lang. Der Weg, den die Erreger in die Blase zurücklegen müssen, ist damit kurz. Hinzu kommt der Einfluss von Hormonschwankungen. So ist die Abwehrkraft der Schleimhäute beispielsweise in der Pubertät, während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren oft geschwächt.

Die Symptome werden von vielen Frauen als quälend empfunden:

Die meisten Frauen mit einer Blasenentzündung wünschen sich daher vor allem eines: Ruhe und Schmerzlinderung. An Sex denken nur wenige. Doch auch die, die nur geringe Symptome haben und Lust verspüren, sollten ihrer Blase Zeit für Heilung und Regeneration gönnen. Sex trotz Blasenentzündung birgt Risiken.

Laut dem Berufsverband der Frauenärzte e. V. kann sehr häufiger Geschlechtsverkehr schuld an einer Infektion sein. Denn aufgrund der mechanischen Reizung der Schleimhäute erleichtere er es den Darmbakterien, in den Harntrakt aufzusteigen. Experten sprechen dann von einer „Honeymoon-Zystitis“ (zu Deutsch: „Flitterwochen-Zystitis“). Um einer Blasenentzündung durch Geschlechtsverkehr vorzubeugen, empfiehlt der Verband die regelmäßige Blasenentleerung nach dem Geschlechtsverkehr.

Bei einer akuten Blasenentzündung ist es besser, auf Geschlechtsverkehr zu verzichten:

Laut der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. ist bei einer Blasenentzündung eine Partnerinfektion beim Geschlechtsverkehr selten und entsteht meistens nicht durch die Übertragung der Bakterien vom Mann auf die Frau. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass aufgrund der Bewegung und der mechanischen Reizung beim Verkehr Bakterien aus dem (eigenen) Genital- und Analbereich in die Harnröhre oder Blase gelangen.

Frauenärzte empfehlen, erst dann wieder sexuell aktiv zu werden, wenn die Behandlung abgeschlossen ist und auch die letzten Symptome vollständig abgeklungen sind. Ist die Blasenentzündung nicht komplett ausgeheilt, besteht die Gefahr, dass eine erneute Infektion ausbricht, weil die Schleimhäute noch nicht widerstandsfähig genug sind, um neue Keime abzuwehren.

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