Tief „Ulf“ kommt
Schnee und Unwettergefahr – DWD warnt
Aktualisiert am 22.11.2025 – 14:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Deutschland erinnert aktuell an ein überdimensionales Gefrierfach. Nun zieht vom Atlantik Tief „Ulf“ heran – und der Deutsche Wetterdienst warnt.
Nach den eisigen Temperaturen der vergangenen Tage wird es etwas wärmer in Deutschland, gleichzeitig regnet es in weiten Teilen der Republik. Das bedeutet Gefahr: Der Niederschlag fällt teils als gefrierender Regen und verwandelt Straßen in Rutschbahnen.
Ab Sonntagnachmittag wird es dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge brenzlig. „Von der Pfalz bis nach Südbayern hohe Glatteisgefahr mit Unwetterpotenzial, vor allem östlich vom Schwarzwald“, warnt der Dienst. Am Montagmorgen drohe in Südostbayern weiter teils unwetterartiger gefrierender Regen.
Hinzu soll Schnee kommen: Der DWD kündigt bis zu zehn Zentimeter im Bayerischen Wald an, außerdem winterliche Straßenverhältnisse im Nordosten Deutschlands. Hier könnten am Montag bis zu fünf Zentimeter fallen.
Wie der Meteorologe Ronald Porschke von Wetter.com erklärt, liegt das an einer sich verändernden Wetterlage. Am Samstag liegt demnach noch Hoch „Zuleika“ über Deutschland. Dadurch ist es in vielen Teilen des Landes freundlich, aber auch eiskalt. Auf der Zugspitze wurden am Samstagmorgen minus 20,3 Grad gemessen, in Meßstetten-Appental in Baden-Württemberg minus 17,6 Grad.
Von Samstagnachmittag bis Sonntagmittag gelten amtliche Warnungen vor strengem Frost. Der DWD hat in Teilen von Hessen, Thüringen, Sachsen, Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg Alarmstufe Orange ausgerufen. Unter anderem Fulda, Erfurt, Jena, Chemnitz, Dresden, Cottbus und Nürnberg liegen in dieser besonders kalten Zone, in der bis minus 12 Grad erwartet werden.
Noch kälter wird es dem Wetter.com-Meteorologen Porschke zufolge über Schneeflächen ab München südwärts: Dort sinke die Temperatur auf bis zu minus 14 Grad, an den Alpen gehe es mit unter minus 15 Grad noch eine deutliche Spur kälter durch die Nacht.
Doch dann kommt am Sonntag Tief „Ulf“ und drängt Hoch „Zuleika“ zurück. „Dadurch erreichen Deutschland feuchte und mildere Luftmassen“, teilt Porschke mit. Am Sonntag ziehe der Himmel nach und nach von Westen aus zu. Zum Wochenwechsel seien damit Regen, Schneeregen- und Schneefälle zu erwarten.
Windig wird es teilweise auch: Laut DWD stürmt es am Montag an der Nordsee. Für exponierte Berglagen sind ebenfalls vereinzelt schwere Sturmböen angekündigt.
Der Dienstag bringt den Alpen dann vermutlich mehr als zehn Zentimeter Neuschnee, auch mehr als 20 Zentimeter können nicht ganz ausgeschlossen werden. Am Mittwoch sinkt die Schneefallwahrscheinlichkeit etwas, aber an den Alpen und im Erzgebirge könnten erneut etwa zehn Zentimeter fallen.
