Bergungsarbeiten in Bremen
Kran versenkt Schlepper: Havariertes Schiff gehoben
Aktualisiert am 26.07.2025 – 15:46 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Kran stürzt auf einen Schlepper, der daraufhin untergeht. Nun wurde das Schiff gehoben.
Im Bremer Industriehafen hat die Bergung eines gesunkenen Schleppers begonnen, nachdem ein Kran auf das Schiff gestürzt war. Der stellvertretende Hafenkapitän Joachim Bothe teilte mit, dass ein Schwimmkran das 27 Meter lange Schiff am Vormittag gehoben habe. In einem nächsten Schritt wird das Wasser-Öl-Gemisch aus dem beschädigten Schlepper abgepumpt. Anschließend ist geplant, das Schiff in den Industriehafen zu schleppen.
Oberstes Ziel sei es, die Unfallstelle wieder freizubekommen, erklärte Bothe. „Um schnellstmöglich die Berufsschifffahrt wieder ins Laufen zu bringen“, sagte er weiter. „Wir hoffen, dass das bis 18 Uhr abgeschlossen ist.“
Der Unfall ereignete sich am Mittwochabend. Ein Mensch wurde leicht verletzt. Der Schlepper wurde stark beschädigt und sank. Es trat Treibstoff aus, eine Ölsperre wurde ausgelegt. Taucher untersuchten vor der Bergung, ob das Schiff in zwei Teile gebrochen sei – das bestätigte sich jedoch nicht. Die Leckage wurde provisorisch abgedichtet.
Seit Freitag werden bereits kleinere Binnenschiffe vorsichtig an der Unfallstelle vorbeigelotst. Größere Schiffe können jedoch erst passieren, wenn die Bergung des Schleppers abgeschlossen ist.
Der umgestürzte Kran war bereits in der Nacht zum Freitag durchtrennt und abtransportiert worden. Wegen der ausgelaufenen Betriebsstoffe war die Hafenschleuse vorübergehend gesperrt worden.
