Beim Gehen und Stehen
Wann Beinschmerzen auf eine Spinalkanalstenose hindeuten
Aktualisiert am 28.07.2026 – 13:36 UhrLesedauer: 3 Min.
Eine Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule geht oft mit Beinschmerzen einher. Lesen Sie, wie sich die Beschwerden typischerweise äußern und wann sie auftreten.
Bei einer Spinalkanalstenose (auch Spinalstenose genannt) verengt sich allmählich der Wirbelkanal in einzelnen Wirbeln. Dadurch kann Druck auf Rückenmark und/oder Nervenwurzeln entstehen, was unter Umständen verschiedene Beschwerden hervorruft.
Zwar kann ein verengter Spinalkanal auch in der Hals- oder Brustwirbelsäule auftreten, besonders oft entwickelt sich die Wirbelkanalverengung jedoch in der Lendenwirbelsäule (sogenannte lumbale Spinalkanalstenose). Bei vielen Erkrankten macht sich das neben Rückenschmerzen außerdem in Form von Beinschmerzen bemerkbar.
Typische Symptome bei Spinalkanalstenose im LWS-Bereich
Ein verengter Wirbelkanal im LWS-Bereich geht typischerweise mit folgenden Beschwerden einher:
- Schmerzen im unteren Rücken, später häufig mit ausstrahlenden (oft brennenden) Schmerzen im Gesäß und im Bein (teils bis in den Fuß)
- Taubheitsgefühle und Missempfindungen wie Kribbeln im Gesäß, teils bis ins Bein (manchmal auch bis in den Fuß)
- Muskelschwäche im Bein
- Probleme, das Gleichgewicht zu halten
Spinalkanalstenose: So entwickeln sich die Beinschmerzen
Ein zunehmend verengter Spinalkanal im Lendenwirbelbereich macht sich normalerweise nicht sofort durch Beinschmerzen bemerkbar. In der Regel treten anfangs vor allem Kreuzschmerzen auf, also Schmerzen im unteren Rücken.
Erst einige Zeit danach zeigen sich möglicherweise Beschwerden in den Beinen. Bis das passiert, können Monate bis Jahre vergehen, denn eine Spinalkanalstenose schreitet nur langsam fort.
Erste Anzeichen dafür, dass der verengte Spinalkanal die Nerven zu den Beinen beeinträchtigt, sind rasch ermüdende Beine. Später entwickeln sich unter Umständen (ein- oder beidseitige) Beinschmerzen, eine Muskelschwäche oder Taubheitsgefühle im Bein.
Die Schmerzen beginnen meist nach einer gewissen Gehstrecke und strahlen vom Gesäß in ein oder beide Beine aus. Eine leicht nach vorn gebeugte Haltung entlastet den Spinalkanal, sodass die Beschwerden meist rasch nachlassen.
In der Regel entwickeln sich bei einer Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule die Beinschmerzen später als die Rückenschmerzen, aber noch vor den anderen Beschwerden im Bein, wie etwa einem tauben Gefühl oder einer Muskelschwäche.
Gut zu wissen
Wie stark die Beinschmerzen oder andere Beschwerden bei einer Spinalkanalstenose sind, geht nicht zwingend mit der tatsächlich festgestellten Verengung im Wirbelkanal einher. Manche Menschen weisen dort zwar deutlich verengte Stellen auf, verspüren jedoch keinerlei Symptome.
Körperhaltung beeinflusst Beinschmerzen
Bei einer Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule verändern sich die Schmerzen im unteren Rücken und die Beinschmerzen abhängig von der Körperhaltung. Meist nehmen sie zu, wenn Erkrankte länger stehen oder gehen, Treppen herunterlaufen oder auf dem Bauch liegen.
