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Gesundheit

Salz als Gefahr? WHO-Ziel für 2030 könnte scheitern

wochentlich.deBy wochentlich.de19 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Salz als Gefahr? WHO-Ziel für 2030 könnte scheitern
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WHO warnt

Zu viel Salz verursacht Millionen Todesfälle


19.05.2026 – 10:32 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Mann kostet ein Pfannengericht (Symbolbild): Oft sind Speisen mit mehr Salz gewürzt, als es der Gesundheit guttut. (Quelle: miniseries/getty-images-bilder)

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Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Auf manche Gesundheitsrisiken trifft dies nicht zu, obwohl sie leicht vermeidbar wären. Dazu zählt ein erhöhter Salzkonsum.

Die meisten Menschen konsumieren nach wie vor zu viel Salz. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) droht der 2015 gefasste Vorsatz, den Konsum bis 2030 weltweit um 30 Prozent zu senken, zu scheitern. Dabei ist Salz der wichtigste ernährungsbedingte Risikofaktor für Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie die Organisation in Genf kürzlich erneut warnte.

Lebensnotwendiger Nährstoff

Gewöhnliches Speisesalz besteht aus Natrium und Chlorid. Beides sind lebenswichtige Mineralstoffe: So ist Natrium unter anderem für die Regulation des Säure-Basen-Haushalts, die Weiterleitung von Nervenimpulsen und die normale Zellfunktion notwendig. Einen Natriummangel zu entwickeln, braucht ein (gesunder) Mensch allerdings nicht zu befürchten.

Im Gegenteil: Die Salz- und somit die Natriumzufuhr liegt praktisch überall auf der Welt über den Empfehlungen der WHO. Denn Natrium kommt in fast allen Lebensmitteln vor: entweder natürlicherweise wie in Milch, Fleisch und Meeresfrüchten oder durch Zusatz von Speisesalz. Einen besonders hohen Salzgehalt haben häufig verarbeitete Lebensmittel (wie Brot, Käse, Wurstwaren und Snacks) sowie Würzmittel (wie Soja- und Fischsauce).

Problematischer Natriumüberschuss

Im Durchschnitt hat im Jahr 2021 weltweit jede erwachsene Person täglich fast 4,3 Gramm Natrium zu sich genommen, was 11 Gramm Salz pro Tag entspricht. Die WHO empfiehlt jedoch, weniger als 2 Gramm Natrium pro Tag aufzunehmen: Das entspricht etwa einem Teelöffel Salz. Die tatsächliche Zufuhr ist also mehr als doppelt so hoch wie die empfohlene Höchstmenge.

Wer über eine salzreiche Ernährung zu viel Natrium aufnimmt, riskiert negative Folgen für die Gesundheit: Viele Betroffene entwickeln einen Bluthochdruck, der das Risiko für weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich Herzinfarkten und Schlaganfällen erhöht. Andere Erkrankungen können ebenfalls in Zusammenhang mit einer zu hohen Natriumzufuhr stehen. Dazu zählen Magenkrebs, Adipositas, Osteoporose, eine mit Schwindel einhergehende Erkrankung des Innenohrs namens Morbus Menière und Nierenerkrankungen.

Gut zu wissen

Chlorid kommt überwiegend zusammen mit Natrium vor. Wie sich eine hohe Chloridzufuhr unabhängig von Natrium auf die Gesundheit auswirkt, lässt sich daher schwer feststellen.

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Konsum mit oft tödlichen Folgen

Nach Schätzungen der WHO war der hohe Salzkonsum allein im Jahr 2023 für 1,7 Millionen Todesfälle weltweit mitverantwortlich. Demnach sind weiterhin Maßnahmen zur Verringerung der Salzzufuhr notwendig, wie etwa Höchstgrenzen für den Natriumgehalt in Lebensmitteln, Kennzeichnungspflichten, Werbebeschränkungen und Informationskampagnen in den Massenmedien.

Daher hat die WHO einen aktualisierten Leitfaden veröffentlicht, der die Länder bei entsprechenden Bemühungen unterstützen soll. Denn laut Luz Maria De Regil, Leiterin der WHO-Abteilung für Ernährung und Lebensmittelsicherheit, gehört übermäßiger Salzkonsum weltweit nach wie vor zu den wichtigsten vermeidbaren Todesursachen. Die Expertin erklärt: „Die Einführung verbindlicher Richtlinien zur Senkung der Natriumaufnahme ist eine der kosteneffizientesten Maßnahmen, die Länder ergreifen können, um die Bevölkerung vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen.“

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