Ärztin warnt vor Risiken
Warum Sie diesen Sommer eine Sonnenbrille tragen sollten
Aktualisiert am 27.06.2026 – 15:34 UhrLesedauer: 2 Min.

UV-Strahlung kann Ihre Augen genauso schädigen wie Ihre Haut. Doch nicht jede Sonnenbrille schützt ausreichend, erklärt eine Augenärztin.
Viele Menschen achten im Sommer auf Sonnenschutz für ihre Haut – der Schutz ihrer Augen hingegen wird oft vernachlässigt. Nicole Bajic, Augenärztin an der renommierten Cleveland Clinic (USA) erklärt, warum Sonnenbrillen in diesem Sommer ein Muss sind und welche Risiken bestehen, wenn Sie darauf verzichten.
Sonne schädigt nicht nur die Netzhaut
Denn fest steht: Die Sonne kann mehr schaden, als nur die Haut zu verbrennen. „UV-Strahlung kann die Netzhaut stark schädigen und Krankheiten wie die Solar-Retinopathie verursachen“, sagt Bajic. Diese Erkrankung kann das Sehvermögen beeinträchtigen. Doch nicht nur das: UV-Strahlen beschleunigen laut Expertin auch den Alterungsprozess des Auges – ganz ähnlich, wie sie die Haut schneller altern lassen. Hinzu komme ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs, insbesondere rund um die Augen.
UV-Schutz ist entscheidend
Beim Kauf einer Sonnenbrille kommt es nicht auf den Preis an, sondern auf den UV-Schutz. Bajic betont, dass es kaum einen Unterschied zwischen teuren und günstigen Modellen gebe – wichtig sei, dass die Brille 100 Prozent UV-Schutz biete (oft erkennbar an der Bezeichnung „UV 400“).
Was bedeutet „UV 400“?
Diese Sonnenbrillen filtern die gesamte UV-Strahlung bis zu 400 Nanometer aus und schützen damit die Augen effektiv.
Wer eine Sonnenbrille mit Sehstärke anpassen lässt, sollte darauf achten, dass der UV-Schutz weiterhin gegeben ist. Wenden Sie sich bei Fragen am besten an Ihren Optiker.
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Auch die Tönung der Gläser spielt eine Rolle
Für einen optimalen Schutz ist auch die Tönung der Gläser von Bedeutung. Eine Sonnenbrille sollte eine Tönungsstufe von mindestens „cat 2“ oder „cat 3“ (cat = Kategorie) aufweisen, da diese gut vor Blendung schützen. Tönungsstufen unter „cat 2“ bieten kaum Schutz vor Blendung, während „cat 4“-Brillen für den Straßenverkehr nicht geeignet sind, da sie zu dunkel sind.
Gut zu wissen
Die Kategorie (cat) ist meist auf einem Aufkleber oder Etikett an der Brille oder am Brillenbügel vermerkt.
Und welche Farbe ist ideal?
Die besten Farben für die Gläser sind laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) braun oder grau. Diese Färbungen ermöglichen ein angenehmes Sehen und bieten einen guten Kontrast. Blaue oder rote Tönungen können die Kontrastwahrnehmung beeinträchtigen und das scharfe Sehen erschweren.
