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Finanzen

Renteneintrittsalter könnte auf 70 Jahre steigen

wochentlich.deBy wochentlich.de21 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Renteneintrittsalter könnte auf 70 Jahre steigen
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Vorschlag von Kommission

Steigt das Rentenalter auf 70 Jahre?


21.05.2026 – 01:45 UhrLesedauer: 2 Min.

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Rentner in München (Symbolbild): Wird die Rente in der Zukunft mit 70 Jahren beginnen? (Quelle: IMAGO/Michael Nguyen/imago)

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Eine Expertenkommission will laut einem Medienbericht ein deutlich höheres Renteneintrittsalter empfehlen. Auch beim Rentenniveau könnte es Einschnitte geben.

Die Expertenkommission zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung will laut „Bild“ am 30. Juni Vorschläge für weitreichende Änderungen vorlegen. Dem Bericht zufolge soll das Renteneintrittsalter schrittweise von bald 67 Jahren auf 70 Jahre steigen. Die neue Grenze solle Anfang der 2060er Jahre erreicht sein.

Nach Angaben der Zeitung unter Berufung auf Kommissionskreise wäre folgender Zeitplan denkbar:

  • Anfang der 2040er Jahre: Anhebung auf 68 Jahre
  • Anfang der 2050er Jahre: Anhebung auf 69 Jahre
  • Anfang der 2060er Jahre: Anhebung auf 70 Jahre

Zur Stabilisierung der Rentenfinanzen wolle das 13-köpfige Gremium außerdem vorschlagen, das Rentenniveau bis auf 46 Prozent zu senken. Aktuell liege es bei etwas mehr als 48 Prozent.

  • Rentenreform beschlossen: Das ändert sich jetzt
  • Studie: Viele Rentner reicher, als die Statistik vermuten lässt

Ob künftig auch Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollten, sei in der Kommission umstritten. Derzeit gebe es dafür keine Mehrheit, berichtet die „Bild“. Offiziell will die Rentenkommission ihren Bericht am 30. Juni präsentieren.

Wissenschaftler und Politiker sitzen in der Kommission

Das Gremium mit der offiziellen Bezeichnung „Alterssicherungskommission“ berät über das Gesamtversorgungsniveau und nimmt dabei die gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge in den Blick. Es wurde von der Bundesregierung eingesetzt. Bis Mitte des Jahres soll es Vorschläge vorlegen, die der Bundesregierung als Grundlage für eine umfassende Reform dienen. Dabei spielen unter anderem Fragen zum Renteneintritt, der Rentenentwicklung und den Beiträgen eine Rolle.

Die Leitung obliegt dem ehemaligen Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, und der Professorin für Sozialrecht und Verwaltungswissenschaft, Constanze Janda. Neben den beiden Vorsitzenden gibt es drei Stellvertreter aus den Reihen des Deutschen Bundestages: Pascal Reddig (CDU), Florian Dorn (CSU) sowie Annika Klose (SPD). Hinzu kommen acht wissenschaftliche Mitglieder, die von den Regierungs-Fraktionen vorgeschlagen wurden.

Bundesbankpräsident: Rentenalter an Lebenserwartung koppeln

Joachim Bundesbank-Präsident Nagel ist für eine Anpassung des Rentenalters. (Archivbild)Vergrößern des Bildes
Bundesbank-Präsident Nagel ist für eine Anpassung des Rentenalters. (Archivbild) (Quelle: Kay Nietfeld/dpa/dpa-bilder)

Auch der Präsident der Bundesbank hat sich für ein steigendes Renteneintrittsalter ausgesprochen. Joachim Nagel forderte Mitte Mai, das gesetzliche Rentenalter nach 2031 systematisch an die steigende Lebenserwartung zu koppeln: „Das halte ich für nahezu unausweichlich, wenn wir – zum Glück – immer länger leben.“

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