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Finanzen

Deutsche Weltmarke steht vor der Zerschlagung

wochentlich.deBy wochentlich.de23 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Deutsche Weltmarke steht vor der Zerschlagung
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Mehr als 3.000 Mitarbeiter

Drohende Zerschlagung von Varta ist „eine riesige Katastrophe“

Aktualisiert am 23.07.2026 – 17:59 UhrLesedauer: 3 Min.

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Varta-Batterien (Archivbild): Der bekannte Batteriekonzern steckt in der Krise. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber/imago)

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Der angeschlagene Batteriekonzern Varta steht vor einer ungewissen Zukunft: Wichtige Geldgeber wollen das Geschäft mit Haushaltsbatterien abspalten. Was bedeutet das für die Beschäftigten und den Standort?

Kaum eine Batteriemarke ist so bekannt wie Varta. Ob in Fernbedienungen, Taschenlampen oder Spielzeug – die blau-gelben Batterien aus dem schwäbischen Ellwangen finden sich seit Jahrzehnten in Millionen Haushalten weltweit. Nun könnte ausgerechnet dieses Traditionsunternehmen zerschlagen werden.

Wichtige Geldgeber wollen das Geschäft mit den bekannten Haushaltsbatterien aus dem Konzern herauslösen, wie sie in einer Mitteilung schrieben. Der Grund: die angespannte Finanzlage des Unternehmens. Die übrigen zwei Unternehmensbereiche könnten dadurch in die Insolvenz rutschen.

  • Angeschlagener Batteriekonzern: Varta steht vor dem Aus
  • Großer Versandhändler insolvent: 74 Angestellte bei Online-Apotheke betroffen

Varta steckt in der Krise: Mehr als 3.000 Angestellte betroffen

Das Unternehmen beschäftigt laut eigenen Angaben rund 3.260 Menschen, viele davon in Ellwangen. Zuletzt im Jahr 2024 veröffentlichte Zahlen des angeschlagenen Batterieunternehmens zeigen, dass Varta damals bei einem Umsatz von mehr als 790 Millionen Euro rund 64,5 Millionen Euro Verlust machte. Neben den bekannten Haushaltsbatterien produziert das Unternehmen Mikrobatterien, etwa für Hörgeräte, sowie Energiespeicher für Privathaushalte und Industrie.

Ein Werk mit rund 350 Mitarbeitern im bayerischen Nördlingen soll noch im Herbst geschlossen werden. Apple war als wichtigster Kunde für den Standort abgesprungen, wie im Mai bekannt wurde. Neue Großkunden fehlten. Varta stellt dort noch bis November Knopfbatterien für die kabellosen Kopfhörer des US-Konzerns her – die sollen künftig aber wohl aus Asien kommen.

Varta AGVergrößern des Bildes
Der Konzern hat schon länger mit Problemen zu kämpfen. (Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa-bilder)

Nicht die erste Krise des bekannten Batterieherstellers

Es ist nicht die erste Krise für den deutschen Batteriehersteller: Schon 2024 musste sich das Unternehmen im Rahmen eines Sanierungsverfahrens nach dem Restrukturierungsgesetz (StaRUG) neu aufstellen. Alte Aktionäre verloren dabei ihr Investment, Gläubiger verzichteten auf einen Teil ihrer Forderungen.

Das Verfahren sollte eine Insolvenz verhindern. Varta erklärte es im April des vergangenen Jahres für abgeschlossen.

Zukunftstechnologie – aber kein Geld bei Varta

Eigentlich hat Varta nach Einschätzung von Branchenkennern weiterhin Potenzial. Das Unternehmen arbeitet unter anderem an Natrium-Ionen-Batterien, die als Zukunftstechnologie gelten. Daraus könnten große und nachhaltigere Energiespeicher in Europa entwickelt werden.

Doch genau diese Zukunft kostet Geld. Nach Angaben der Gläubiger hat Varta kurzfristig einen Finanzbedarf im mittleren zweistelligen Millionenbereich, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten. Hinzu kommen hohe Investitionen für die kommenden Jahre.

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