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Finanzen

EZB ändert Leitzinsen nicht – Erhöhung wohl erst im September

wochentlich.deBy wochentlich.de23 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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EZB ändert Leitzinsen nicht – Erhöhung wohl erst im September
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Leitzinsen unverändert

Die Zentralbank drückt auf Pause

Aktualisiert am 23.07.2026 – 14:31 UhrLesedauer: 3 Min.

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Christine Lagarde: Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank wartet noch mit der nächsten Zinserhöhung. (Quelle: Michael Probst/dpa)

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Die Inflation hat sich zuletzt abgeschwächt. Das ermöglicht der Europäischen Zentralbank eine Zinspause. Doch die Unsicherheit wegen des Iran-Krieges bleibt.

Im Euroraum bleiben die Leitzinsen trotz anhaltender Inflationsgefahren vorerst unverändert. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni erstmals seit fast drei Jahren die Zinsen angehoben hatte, entschieden sich die Euro-Währungshüter nun für eine geldpolitische Pause. Damit bleibt der für Banken und Sparer im Euroraum wichtige Einlagenzins bei 2,25 Prozent.

Eine Anhebung könnte es im September geben, wenn der Notenbank neue Prognosen zu Inflation und Konjunktur vorliegen. Denn die Risiken für die Teuerung sind nicht gebannt, solange der Iran-Krieg andauert und es keine dauerhafte Lösung für den Konflikt im Nahen Osten gibt. Aktuell treibt der Krieg zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise wieder in die Höhe: Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent bewegt sich in Richtung von 100 US-Dollar.

  • t-online-Zinscheck: Bei dieser Bank gibt es über 4 Prozent Zinsen

„Die Unsicherheit ist nach wie vor hoch, und die Auswirkungen des Energieschocks auf die Inflation sind noch nicht vollständig zum Tragen gekommen“, teilte die Zentralbank nach der Sitzung des EZB-Rates in Frankfurt mit.

Der Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges hatte die Teuerung in den vergangenen Monaten kräftig nach oben getrieben. Im Juni schwächte sich der Preisauftrieb ab, die Verbraucherpreise im Euroraum lagen um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats nach 3,2 Prozent Inflation im Mai. In Europas größter Volkswirtschaft Deutschland dämpfte der Tankrabatt den Preisauftrieb im Juni, die Inflationsrate schwächte sich auf 2,3 Prozent ab.

Hohe Zinsen dämpfen Investitionen

Die EZB sieht die Preisstabilität mittelfristig bei zwei Prozent Inflation im Euroraum gewahrt. Mit höheren Zinsen kann sie die Inflation dämpfen, weil dann Kredite teurer werden und die Nachfrage gebremst wird. Allerdings sind höhere Zinsen zugleich eine Belastung für alle, die investieren wollen.

Die Bauzinsen in Deutschland bewegen sich einer Übersicht des Geldratgebers „Finanztip“ zufolge vergleichsweise stabil nahe der Vier-Prozent-Marke. Ein weiterer Zinsschritt der EZB bis zum Jahresende sei bei den Bauzinsen bereits eingepreist, sagt „Finanztip“-Experte Dirk Eilinghoff.

Volkswirte erwarten eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr, aber keine Serie. Denn wenn die EZB die Zinsen zu stark anhebt, läuft sie Gefahr, die ohnehin schon unter erheblichem Druck stehende Wirtschaft abzuwürgen.

Höhere Leitzinsen sind gut für Sparer

Sparer könnten von steigenden Leitzinsen profitieren – allerdings nur dann, wenn Banken und Sparkassen die besseren Konditionen an ihre Kundschaft weitergeben. Das war nach der jüngsten Leitzinserhöhung im Juni gerade einmal bei jedem sechsten von 823 Geldhäusern in Deutschland der Fall (17 Prozent), wie eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox ergab.

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