Großeinsatz in Berliner Brennpunktsiedlung
Totes Baby: Feuerwehr bricht Wohnung auf
Aktualisiert am 08.07.2026 – 18:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein totes Baby wird auf einem Hof gefunden. Die Polizei startet einen Großeinsatz.
Der Notruf ging morgens um 9.37 Uhr ein: In einer Berliner Hochhaussiedlung haben Zeugen am Mittwoch einen toten Säugling entdeckt. Das sehr junge Kind habe in einem Hof im Stadtteil Lichterfelde auf dem Boden gelegen, sagte eine Polizeisprecherin. Das Baby sei wohl nur mehrere Stunden, höchstens einen Tag alt gewesen, teilten die Beamten später mit. Laut der Zeitung „B.Z.“ hing noch die Nabelschnur an dem Kind.
Die Mordkommission ermittelt. „Wir müssen von einem Verbrechen ausgehen“, erklärte die Polizeisprecherin. Kriminaltechniker und Gerichtsmediziner waren vor Ort – eine Bahre mit einer schwarzen Tragetasche wurde in ein Auto geladen.
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Der Fundort liegt in der sogenannten Thermometersiedlung, einem Berliner Brennpunktgebiet mit hoher Arbeitslosigkeit und Kinderarmut. „Ich dachte, es wäre wieder jemand aus dem Fenster gesprungen“, sagte ein Anwohner laut „Berliner Morgenpost“ über den Polizeieinsatz.

Eine andere Anwohnerin erklärte, sie sei „maßlos geschockt“. In einer lokalen Facebook-Gruppe werde bereits ausgiebig spekuliert: Waren die Eltern überlastet? Hat der Vater auf die Mutter Druck ausgeübt? „Keiner kennt die Hintergründe oder die Mutter“, sagte die Anwohnerin dazu. „Es ist schrecklich, wenn jemand Mutmaßungen anstellt, ohne genau zu wissen, was eigentlich passiert ist.“
Die Polizei sucht unterdessen die Eltern des Kindes. Beamtinnen und Beamte durchkämmten den Wohnkomplex, wurden bisher aber nicht fündig. Die Feuerwehr brach der Polizei zufolge eine verdächtige Wohnung in dem Wohnkomplex auf. Diese sei aber frisch renoviert und leer gewesen, hieß es. Die Nachbarn konnten sich auch nicht an eine schwangere Frau erinnern.
