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Politik

Partei prüft wirren Auftritt von Alexander Eichwald

wochentlich.deBy wochentlich.de30 November 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Partei prüft wirren Auftritt von Alexander Eichwald
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„Sind Sie ein V-Mann?

AfD überprüft Redner nach Ansprache im Hitlerstil

Aktualisiert am 30.11.2025 – 10:12 UhrLesedauer: 2 Min.

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Alexander Eichwald: Die Rede des Mannes sorgt auf dem Gründungskongress der neuen AfD-Jugendorganisation für Verwunderung. (Quelle: AfD TV/Youtube)

Er gestikulierte wild und rollte auffällig das „R“ bei seiner Rede auf dem Gründungskongress der neuen AfD-Jugend. Wollte ein Teilnehmer die Partei reinlegen?

Die AfD-Spitze prüft nach Angaben von Parteichef Tino Chrupalla den fragwürdigen Auftritt eines Teilnehmers beim Gründungskongress der neuen Jugendorganisation. „Mit dem Inhalt sowie der Art und Weise seines Bewerbungsvortrags hat sich Alexander Eichwald von den Grundsätzen der Partei distanziert. Der Bundesvorstand missbilligt das ausdrücklich und sieht sich daher veranlasst, eine Prüfung seiner Daten und Mitgliedsrechte vorzunehmen“, sagte Chrupalla der Deutschen Presse-Agentur.

Bei dem Kongress in Gießen hatte sich ein Alexander Eichwald für einen Posten im Vorstand beworben und mit seiner Bewerbungsrede in der Halle für Verwirrung und Kritik gesorgt. Eichwald trat mit rollendem „R“ und einer im Ton an NS-Reichskanzler Adolf Hitler erinnernden Rede ans Pult, sprach die Teilnehmer mit „Parteigenossen und -genossinnen“ an und rief in den Saal: „Die Liebe und Treue zu Deutschland teilen wir uns hier gemeinsam“ und „es ist und bleibt unsere nationale Pflicht, die deutsche Kultur vor Fremdeinflüssen zu schützen“. Bei der anschließenden Wahl zum 2. Beisitzer im Vorstand der AfD-Jugendorganisation unterlag der Mann deutlich.

Aus dem Saal kam anschließend scharfe Kritik. „Sind Sie ein V-Mann“, wurde der Mann aus dem Publikum befragt. Sein rollendes „R“ erklärte er damit, Russlanddeutscher zu sein. Gemutmaßt wurde auch, ob der Auftritt Teil einer Comedy-Aktion sein könnte, um der AfD zu schaden. Auf die Frage, ob sein Auftritt ernst gewesen sei, sagte Eichwald beim Verlassen der Tagungshalle zur dpa nur kurz „Ja“.

Laut „Bild“-Zeitung ist der Mann zuvor bereits als Musiker unter dem Namen „Alex Oak“ in Erscheinung getreten. Seine Konten auf verschiedenen Netzwerken wurden allerdings gelöscht. Die Frage, ob er früher als „Alex Oak“ aktiv gewesen sei, soll der Mann auf der Veranstaltung verneint haben. Zudem soll der Mann im Jahr 2019 ein Praktikum bei der Gleichstellungsbeauftragten in dem Ort Enger in Nordrhein-Westfalen absolviert haben.

Der Mann kommt laut Chrupalla aus dem Landesverband Nordrhein-Westfalen und ist erst seit Kurzem Mitglied der Partei. Er sei am 5. Oktober dieses Jahres in den Kreisverband Herford aufgenommen worden, den Beitritt zur Jugendorganisation habe er am 15. Oktober erklärt.

Eichwald ist zudem für die Partei in der AfD-Fraktion in der Stadt Herford als sachkundiger Bürger aktiv. Dort sitzt er in verschiedenen Ausschüssen, etwa für Soziales, Schule oder Jugendhilfe. Aktiv ist er dort erst seit dem 7. November. Der dortige stellvertretende Fraktionschef Michel Schneidermann sagte der „Bild“-Zeitung, er habe von Eichwalds Kandidatur auf der Veranstaltung nichts gewusst. Zudem kenne er den Mann erst seit zwei Monaten.

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