„Ganze Wohnung hat gewackelt“
Erdbebenserie erschüttert Tirol
26.09.2026 – 12:49 UhrLesedauer: 2 Min.
In Österreich bebt die Erde. Menschen geraten in Panik, Zeugen berichten von vibrierenden Gebäuden. Weitere Beben werden erwartet.
Ein Erdbeben der Stärke 3,8 hat am Samstagmorgen um 9.56 Uhr Tirol erschüttert. Wie der österreichische Erdbebendienst GeoSphere Austria berichtete, lag das Epizentrum etwa sechs Kilometer südöstlich von Innsbruck. Es sei mit vereinzelten leichten Schäden zu rechnen.
Viele Personen beschrieben dem Dienst zufolge einen kurzen, aber sehr deutlichen Ruck beziehungsweise starkes Rütteln. Häufig seien außerdem ein dumpfer Knall oder Grollen wahrgenommen worden, teilweise seien Fenster, Türen und Gegenstände sichtbar in Bewegung geraten.
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Auf der Erdbeben-Fachseite „Erdbebennews“ schilderten mehrere Zeugen ihre Erlebnisse. „Meine ganze Wohnung hat gewackelt“, schrieb eine Person. „Gebäude vibrierte und knarzte“, berichtete eine andere. Er habe „etwas Panik bekommen“, erklärte ein weiterer Zeuge. Das Erdbeben sei „sehr spürbar und laut“ gewesen.
„Wie bei einer Explosion mit anschließender Druckwelle“
Andere beschrieben sekundenlanges Wackeln, zitternde Wände und aneinander reibende Balkonteile. Sachen seien heruntergefallen, Geschirr habe geklirrt. „Dumpfes Grollen wie bei einer Explosion mit anschließender Druckwelle, gefolgt von heftigen Erschütterungen“, heißt es in einem weiteren Kurzbericht. Die Bodenplatte habe sich gehoben.
Das Beben erfolgte laut GeoSphere Austria in einer Phase erhöhter seismischer Aktivität. Schon in den vergangenen Wochen habe es mehrere leichte Erdbeben im Raum Hall-Innsbruck gegeben. Auch Samstagmorgen um 6.36 Uhr hatte der Dienst bereits einen schwächeren Erdstoß mit einer Magnitude von 1,6 registriert. „Weitere Erdbeben in der Region sind in den kommenden Stunden und Tagen nicht auszuschließen“, teilte GeoSphere Austria weiter mit.
Auch in Bayern hatte in der vergangenen Woche die Erde gebebt. Der Erdbebendienst Bayern, der als Teil der Ludwig-Maximilians-Universität in München die Bewegungen der Erde in Bayern beobachtet, meldete am Dienstagmorgen bei Massing im Rottal im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn eine Magnitude von 2,6.