„Stresspegel war etwas zu hoch“
Skispringer verliert bei Anzugkontrolle das Bewusstsein
26.11.2025 – 18:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf seinen Heim-Weltcup in Lillehammer hatte sich Isak Andreas Langmo besonders gefreut. Doch dieser begann mit einem Schreckmoment für den Norweger. Zu allem Überfluss folgte auch noch eine Disqualifikation.
Für Isak Andreas Langmo hätte der Weltcup-Auftakt in Lillehammer kaum unglücklicher verlaufen können. Bereits vor dem ersten Sprung verlor der Norweger im Kontrollraum das Bewusstsein – und das war nur der Auftakt eines bitteren Wochenendes.
Langmo war am Mittwoch vergangener Woche zur Anzugkontrolle erschienen. Dort sollte sein Wettkampfanzug geprüft und mit einem Chip versehen werden. Doch dazu kam es nicht: Der 21-Jährige kollabierte. „Ich erinnere mich nicht mehr so genau daran. Ich war sehr nervös, bevor der Anzug überprüft, kontrolliert und gechipt werden sollte. Der Stresspegel war etwas zu hoch und ich bin hingefallen“, sagte Langmo. „Plötzlich sah ich schwarz.“
Danach, so Langmo weiter, habe er wahrgenommen, wie Mitarbeitende des Weltverbands FIS ihn stützten. „Sie verstanden, was passiert war, und hielten mich fest, während ich weg war.“ Wie lange er bewusstlos war, könne er nicht sagen: „Aber der Mann aus dem norwegischen Betreuerteam, der dabei war, meinte, es seien knapp zehn Sekunden gewesen. Ich bin von selbst wieder zu mir gekommen.“
Die Kontrolle seines Anzugs wurde daraufhin zunächst ausgesetzt. Am Sonntag erhielt Langmo dann eine zweite Gelegenheit.
Doch auch an diesem Tag blieb dem Norweger das Glück verwehrt. Zwar bestand er die Anzugkontrolle diesmal, allerdings öffnete sich während der Qualifikation für den Großschanzen-Wettbewerb ein Reißverschluss an seinem linken Arm.
Die Konsequenz: Disqualifikation – und eine Gelbe Karte. Das neu eingeführte Kartensystem sieht bei einem ersten Ausrüstungsverstoß die Gelbe Karte vor. Ein weiterer würde zu Gelb-Rot führen, was eine Sperre für zwei Wettkämpfe und den Verlust eines Startplatzes für das jeweilige Land bedeutet. Nach einem norwegischen Protest wurde die Gelbe Karte zwar zurückgenommen – der geöffnete Reißverschluss habe Langmo keinen Vorteil verschafft.
Am Wettbewerb teilnehmen durfte er dennoch nicht. Für Langmo war es bereits die zweite Disqualifikation wegen seines Anzugs – und das beim vierten Weltcup-Einsatz.
