Onycholyse
Fuß- oder Fingernagel löst sich vom Nagelbett? Mögliche Ursachen
Aktualisiert am 19.11.2025 – 15:56 UhrLesedauer: 3 Min.
Löst sich ein Zehen- oder Fingernagel vom Nagelbett, kann das viele Ursachen haben. Welche sind das und was ist nun zu tun?
Normalerweise sind Fuß- und Fingernägel fest mit dem Nagelbett verwachsen. Löst sich die Nagelplatte jedoch teilweise oder vollständig ab, sprechen Fachleute von einer Onycholyse. Die Ablösung kann dabei vom freien Nagelrand her oder von der Seite erfolgen. Für gewöhnlich beginnt sie allmählich und ist nur selten mit Schmerzen verbunden. Lesen Sie hier, wie es dazu kommen kann, dass sich der Fuß- oder Fingernagel ablöst, und wie die Behandlung aussieht.
Eine Onycholyse entsteht, wenn die Verbindung zwischen Nagelplatte und Nagelbett unterbrochen wird. Eine der häufigeren Ursachen ist eine Verletzung (Trauma), wie durch einen Stoß oder Schlag auf den Nagel, oder auch eine Quetschung. Löst sich ein Zehennagel, sind beispielsweise oft die Schuhe schuld. Sind sie zu eng, lastet ständig ein hoher Druck auf dem Nagelbett.
Aber selbst leichte Verletzungen (sogenannte Mikrotraumata) können manchmal dazu führen, dass sich der Nagel löst, wenn diese stetig erfolgen. Etwa, wenn die Fingernägel länger sind und beim Tippen auf der Tastatur wiederholt Stößen ausgesetzt sind.
Eine zu intensive oder grobe Nagelpflege kann eine Onycholyse begünstigen, wenn ein Maniküre-Werkzeug (wie eine Nagelfeile oder ein Holzstäbchen) zu heftig unter den Nagel geführt wird, um Dreck zu entfernen.
Ebenso kann langer Kontakt mit Wasser, Seife, Wasch- und Putzmitteln die Zehen- oder Fingernägel angreifen und zu einer Ablösung führen (etwa bei Feuchtarbeiten).
Es gibt verschiedene Erkrankungen oder Mangelerscheinungen, die mitunter mit einer Nagelablösung einhergehen können, wie zum Beispiel:
In seltenen Fällen können zudem manche Medikamente eine Onycholyse herbeiführen, wenn die Nägel Sonnen- beziehungsweise UV-Licht (etwa in der Sonnenbank oder zur Aushärtung von Schellack-Nägeln) ausgesetzt werden. Erste Anzeichen dafür machen sich oftmals erst nach ein paar Wochen bemerkbar (mitunter auch erst einige Zeit nach Absetzen des Medikaments). Das Risiko scheint von der Dauer der Einnahme und der Dosis des Arzneimittels abzuhängen. Fingernägel (insbesondere die Daumen) sind öfter davon betroffen als Zehennägel, da die Hände dem Sonnenlicht in der Regel häufiger ausgesetzt sind.
Zu den möglichen Auslösern einer solchen phototoxischen Onycholyse (auch Photoonycholyse genannt) zählen:
Farbiger Nagellack kann vor solch einer Ablösungsreaktion möglicherweise schützen (sofern kein UV-Licht zur Aushärtung nötig ist).
Löst sich der Zehen- oder Fingernagel nicht infolge einer Verletzung, sondern ohne ersichtlichen Grund ab, sollten Betroffene die mögliche Ursache vom Haus- oder Hautarzt abklären lassen. Stellt sich heraus, dass der Onycholyse eine Erkrankung zugrunde liegt, wird diese entsprechend behandelt.
