Angriff auf CSD Berlin

Kai Wegner: „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“

26.07.2026 – 05:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Kai Wegner (Archivbild): Der Regierende Bürgermeister von Berlin zeigte sich erschüttert nach dem Angriff auf den CSD-Berlin 2026. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

Kai Wegner nennt den Vorfall beim CSD Berlin einen Angriff auf die freie Gesellschaft. Doch unter seinem Post schlägt ihm auch scharfe Kritik entgegen.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), hat sich nach dem Angriff auf den Christopher Street Day (CSD) betroffen geäußert, bei dem am Ahornsteig im Tiergarten ein Fahrzeug in die Menge gefahren war. Ein Mensch wurde getötet, zahlreiche weitere verletzt. Wegner äußerte sich auf X und Instagram – und stieß dabei auf ein geteiltes Echo.

Im Text seines Instagram-Beitrags schrieb Wegner: „Berlin ist die Stadt der Freiheit – und unsere Freiheit ist heute aufs Schrecklichste angegriffen worden. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden.“ Er danke den Einsatzkräften, „die sofort vor Ort waren und alles in ihrer Macht stehende geleistet haben“, und vertraue der Polizei und den Sicherheitsbehörden, „die mit Hochdruck ermitteln werden“. Auf dem geteilten Sharepic sowie in seinem Post auf X ging Wegner noch einen Schritt weiter: „Es ist ein Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft – nach einem friedlichen und bunten CSD wurde die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin auf brutalste Art attackiert.“

Kritik und Mitgefühl nach Angriff auf CSD Berlin in Social Media

Unter dem Beitrag bei Instagram sammelten sich Dank und Zustimmung. „Danke für Ihr Statement!“, schrieb ein Nutzer. Auch international kam Anteilnahme; ein Nutzer schrieb sinngemäß: „Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen, ihren Familien und der gesamten LGBTQ+-Community.“

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Andere nutzten die Kommentarspalte, um Kritik an Wegner und der Sicherheitslage zu üben. Mehrfach wurde gefragt, wie ein Fahrzeug trotz Absperrungen und erkennbarem Gefährdungspotenzial in die Feier gelangen konnte. „Weil es diese verarmte Stadt nicht schafft, solche Events ordnungsgemäß und sicher abzuriegeln… schade, dass man aus der Vergangenheit nichts gelernt hat“, schrieb ein Nutzer. Ein anderer forderte deutlich mehr Schutz: „Die Stadt ist jetzt unter Schock! (…) Wir wurden attackiert und wir benötigen mehr Schutz!“

Kritik gab es auch an Wegners Wortwahl. Ein Nutzer bemängelte, es handle sich „in erster Linie“ um einen Angriff auf die queere Community, und warf dem Bürgermeister vor, zu wenig Mitgefühl für die Opfer zu zeigen. Andere wiederum riefen dazu auf, entschiedener gegen Queerfeindlichkeit vorzugehen. Vereinzelt schlugen Kommentare in Häme oder parteipolitische Zuspitzung um. Mehrere Reaktionen bestanden zudem aus knappen Zeichen der Anteilnahme oder Zustimmung.

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