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Finanzen

Meta, Google und TikTok verdienen am Betrug – Beschwerde bei der EU

wochentlich.deBy wochentlich.de21 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Meta, Google und TikTok verdienen am Betrug – Beschwerde bei der EU
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Beschwerde bei der EU-Kommission

Verbraucherschützer: TikTok und Meta verdienen an Betrug


Aktualisiert am 21.05.2026 – 14:20 UhrLesedauer: 4 Min.

TikTok und Meta: Die Plattformen sind ebenso wie Google Inhalt einer Beschwerde an die EU-Kommission, weil sie zu wenig gegen Betrugsanzeigen tun.Vergrößern des Bildes

TikTok und Meta: Die Plattformen sind ebenso wie Google Inhalt einer Beschwerde an die EU-Kommission, weil sie zu wenig gegen Betrugsanzeigen tun. (Quelle: Avishek Das / SOPA Images/imago-images-bilder)

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Werbung für unseriöse Finanzprodukte wird für viele Menschen zur Falle. Die großen Onlineplattformen schert das kaum, beklagen deutsche und europäische Verbraucherschützer. Jetzt legen sie der EU-Kommission eine Beschwerde vor.

Menschen in Geldnot rutschen noch tiefer in die Schulden, sie verlieren ihre Rücklagen fürs Alter – und die großen Plattformen im Netz verdienen dabei kräftig mit oder drücken beide Augen zu: Google, Meta und TikTok haben in Stichproben europäischer Verbraucherschützer im Kampf gegen betrügerische Anzeigen vielfach versagt.

Der Europäische Verbraucherverband BEUC hat deshalb mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) aus Deutschland und 28 weiteren Mitgliedsorganisationen Beschwerde bei der Europäischen Kommission gegen Google, Meta und TikTok eingelegt.

Die Experten sprechen davon, dass die Plattformen sich von Abzockern und Betrügern unterstützen lassen: „Sponsored by Scammers“ heißt auch ein Report, in dem sie das Problem analysieren und belegen. In Deutschland lag t-online die insgesamt 43-seitige Untersuchung exklusiv vorab vor, die Grundlage der Beschwerde ist.

Es geht dabei um Werbeanzeigen, die Sofortkredite „kostenlos“ und „ohne Bankauskunft“ versprechen, und um Werbung, die „Rendite ohne Risiko“ in Aussicht stellt. Damit verbunden sind völlig unrealistische Versprechen und fehlende Informationen, was die beworbenen Produkte tatsächlich bedeuten. Solange solche Anzeigen online bleiben, können sie Schaden anrichten.

Unseriöse Finanzwerbung: Beispiele von Anzeigen, die der Verbraucherzentrale Bundesverband bei der Aktion europäischer Verbände meldete.Vergrößern des Bildes
Unseriöse Finanzwerbung: Beispiele von Anzeigen, die der Verbraucherzentrale Bundesverband bei der Aktion europäischer Verbände meldete. (Quelle: Screenshot vzbv, Montage:t-online/imago-images-bilder)

Oft steckt hinter solchen Anzeigen oft der am schnellsten wachsende Zweig organisierter Kriminalität: Scam – zu Deutsch: Abzocke und Betrug. Spezialisierte Unternehmen kooperieren dabei arbeitsteilig und benötigen soziale Netzwerke, um Opfer zu finden. Die Dimension hat kürzlich der führende deutsche Ermittler Nino Goldbeck von der Zentralstelle Cybercrime in Bayern so beschrieben: „Wir sprechen von einer Scamdemie“, sagte er t-online.

„Sie tun kaum was bei Hinweisen auf Betrugsfälle“

In der EU gibt es den Digital Services Act (DSA), eine Verordnung, die die großen Technologiekonzerne verpflichtet, gegen illegale und schädliche Inhalte auf ihren Plattformen vorzugehen. Dieses Gesetz über digitale Dienste macht auch Vorgaben im Zusammenhang mit irreführender Werbung und zu Instrumenten, die Nutzer vor solchen Inhalten schützen sollen. In ihrer Untersuchung wollten die europäischen Verbraucherschutzorganisationen deswegen analysieren, wie die Netzwerke mit Anzeigen umgehen, die mutmaßlich gesetzeswidrig sind.

Das Ergebnis des Tests ist eindeutig aus Sicht von Agustín Reyna, dem Generaldirektor der Konsumentenschutzorganisation BEUC: „Meta, TikTok und Google versäumen es nicht nur, betrügerische Anzeigen proaktiv zu entfernen. Sie tun auch kaum etwas, wenn sie auf solche Betrugsfälle hingewiesen werden.“

Für die Analyse hatten deutsche Verbraucherschützer und Organisationen in zwölf anderen Ländern Ende 2025 und Anfang 2026 anhand von 893 Meldungen ausgewertet, wie die jeweiligen Plattformanbieter darauf reagierten: Die Tech-Unternehmen entfernten danach lediglich 27 Prozent der gemeldeten Anzeigen. 52 Prozent der Hinweise wurden abgelehnt oder ignoriert. Die Verbraucherorganisationen hatten die Meldungen zum Teil als einfache Nutzer abgegeben, zum Teil als „Trusted Flaggers“, also als besonders vertrauenswürdig benannte Stellen, deren Hinweise priorisiert behandelt werden sollen.

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