Unauffällig bis drastisch

Leistenbruch? Diese Symptome können darauf hinweisen


Aktualisiert am 21.07.2026 – 14:30 UhrLesedauer: 4 Min.

Bei einem Leistenbruch nehmen die Symptome mit der Zeit oft zu. (Quelle: m-gucci/getty-images-bilder)

Von allein geht ein Leistenbruch nie weg – die Symptome verstärken sich eher mit der Zeit. Welche das sind und wann es gefährlich wird, erfahren Sie hier.

Bei einem Leistenbruch (auch Leistenhernie genannt) hat die Bauchwand im Bereich der Leiste eine Schwachstelle, durch die sich Bauchfell nach außen stülpt. Verschiedene Bestandteile des Bauchraums können mit durch die Lücke treten, beispielsweise Fettgewebe und/oder Anteile des Darms.

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Fachleute bezeichnen die für einen Leistenbruch typische Lücke in der Bauchwand als Bruchpforte, die Ausstülpung des Bauchfells als Bruchsack und dessen Inhalt als Bruchinhalt.

Die Behandlung besteht für gewöhnlich in einer Operation. Manchmal lässt sich der OP-Termin hinauszögern. Doch unter bestimmten Umständen ist eine baldige oder gar sofortige OP nötig – etwa, wenn der Darm in der Bruchpforte eingeklemmt ist. Wie dringlich der Eingriff ist, zeigen meist bereits die mit dem Leistenbruch verbundenen Symptome.

Symptome für einen Leistenbruch beim Erwachsenen

Die meisten Leistenbrüche treten einseitig auf. Typisches Anzeichen für einen Leistenbruch ist eine Schwellung in der Leistengegend. In einigen Fällen reicht der Bruch auch bis in den Hodensack oder die große Schamlippe. Die Schwellung lässt sich meist gut ertasten und fühlt sich normalerweise weich an.

Äußerlich kann sich ein Leistenbruch als kleinere bis größere Beule zeigen. Die Symptome schwächen sich allerdings ab, wenn der Druck im Bauch gering ist (etwa in liegender Position), und verstärken sich, wenn der Druck im Bauch erhöht ist (etwa im aufrechten Stand oder beim Husten). Die Vorwölbung kann also mal mehr und mal weniger sichtbar sein oder vorübergehend ganz verschwinden.

Mehr erfahren

Ob beziehungsweise warum auch bei einem Leistenbruch ohne Schwellung eine OP ratsam ist und wann sich die OP womöglich verschieben lässt, können Sie hier nachlesen.

Oft macht sich ein Leistenbruch durch weitere Symptome bemerkbar. So verspüren viele Betroffene Schmerzen oder eine Art Brennen, Ziehen, Druck- oder Fremdkörpergefühl in der Leiste. Manche haben auch Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr. Überdies ist eine regere Darmaktivität bis hin zu krampfartigem, schmerzhaftem Stuhldrang möglich.

Die Beschwerden können – ebenso wie die sichtbare Vorwölbung – zeitweilig ab- oder zunehmen: Im Liegen ist ein Leistenbruch häufig weniger zu spüren. Die Symptome verschlimmern sich jedoch normalerweise, wenn die Betroffenen husten, niesen, pressen, sich bücken, einen schweren Gegenstand heben oder länger gehen oder stehen.

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