„Obsession“-Star über Horror-Dreh
„Ich hatte das Gefühl, mein Leben wäre vorbei“
14.05.2026 – 06:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Der neue Film von Curry Barker nimmt nicht nur die Zuschauer mit auf einen Horrortrip. Auch für Hauptdarsteller Michael Johnston wurde der Dreh zur emotionalen Herausforderung.
Was wäre, wenn der größte Wunsch plötzlich wahr wird – und sich in einen Albtraum verwandelt? Genau mit dieser Idee spielt der Horror-Thriller „Obsession – Du sollst mich lieben“, der ab dem 14. Mai in den deutschen Kinos zu sehen ist. Der Film erzählt die Geschichte von Bear (Michael Johnston), der heimlich in seine beste Freundin Nikki (Inde Navarrette) verliebt ist, sich aber nicht traut, ihr seine Gefühle zu gestehen.
Als er in einem Kuriositätenladen einen magischen Gegenstand entdeckt, der angeblich genau einen Wunsch erfüllt, nutzt er die Chance, seine Sehnsucht wahr werden zu lassen – mit furchtbaren Konsequenzen. Denn Nikki verliebt sich nicht einfach in ihn. Sie entwickelt eine gefährliche Besessenheit, die Bear und alle in seinem Umfeld in einen Strudel aus psychischer und körperlicher Gewalt zieht.
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Für Regisseur Curry Barker steckt hinter „Obsession“ mehr als ein klassischer Horror-Schocker. „Ich wollte eine Wunschgeschichte erzählen, die wir alle schon einmal gesehen haben, sie aber in der realen Welt verankern“, erklärt er im Gespräch mit t-online. „Ich liebe es, gewöhnliche Menschen in außergewöhnliche Situationen zu bringen.“
„Mein Körper wusste nicht, dass diese Gefühle nicht echt waren“
Deswegen setzte er mit Bear auf jemanden, der sich in einer moralischen Grauzone befindet. „Er ist zwar der Protagonist, wird aber irgendwie auch zum Antagonisten“, sagt Darsteller Michael Johnston über seine Figur. „Er ist der Leidtragende, aber auch selbst verantwortlich für die Situation, in die er geraten ist.“ Gerade diese Ambivalenz habe ihn an der Rolle gereizt: „Es ist eben nicht schwarz oder weiß, ob man für ihn sein sollte oder nicht.“
Dass die Handlung für viele so greifbar und nachvollziehbar ist, macht „Obsession“ noch beängstigender – auch für die Schauspieler selbst. Die Dreharbeiten waren eine Ausnahmesituation, wie Michael Johnston offenbart. „Mein Körper wusste nicht, dass das, was ich am Set durchlebte, nicht echt war“, erzählt er im Interview. „Ich bin abends völlig aufgewühlt nach Hause gekommen und hatte noch immer das Gefühl, mein Leben wäre vorbei. Ich musste mich dann jedes Mal daran erinnern, dass es nur ein Film ist und nicht real.“
