Ärger um die „MSC Preziosa“
Reisehighlight kurzfristig gestrichen – Passagiere sind sauer
14.05.2026 – 06:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Eigentlich sollten Passagiere der „MSC Preziosa“ den Hamburger Hafengeburtstag vom Wasser aus erleben. Doch der angekündigte Höhepunkt fiel kurzfristig aus, was viele Gäste verärgert.
Große Enttäuschung statt Einlaufparade: Passagiere der „MSC Preziosa“ werfen der Reederei MSC vor, ein zentrales Highlight ihrer Kreuzfahrt kurzfristig gestrichen zu haben. Eigentlich sollte das Schiff beim Hamburger Hafengeburtstag Teil der Parade sein – daraus wurde jedoch nichts.
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Eine Passagierin schildert der t-online-Regionalredaktion in Hamburg, dass die Teilnahme an der Parade ausdrücklich Teil der Reisebeschreibung gewesen sei. Namentlich möchte sie nicht genannt werden, da sie sich rechtliche Schritte vorbehält. „Das war natürlich das Highlight der Reise und für mich und viele andere auch der Hauptgrund für die Buchung“, sagt sie und ergänzt: „Man wollte den Hafengeburtstag eben mal vom Wasser aus erleben.“
„50 Euro Bordguthaben sind schon sehr lächerlich“
Die Änderung sei den Gästen erst an Bord mitgeteilt worden. „Als wir auf dem Schiff waren, lag plötzlich ein Zettel vor der Kabine“, berichtet die Frau. Statt der Teilnahme am Hafengeburtstag habe es einen zusätzlichen Seetag gegeben. In Hamburg legte das Schiff erst am Sonntagmorgen zur Ausschiffung an – da waren die zahlreichen angekündigten Highlights wie etwa das Feuerwerk bereits längst verpasst.
Für zusätzlichen Ärger sorgte die angebotene Entschädigung: MSC bot wohl 50 Euro Bordguthaben pro Gast beziehungsweise maximal 100 Euro pro Kabine an. Viele Passagiere hätten das nicht akzeptieren wollen. „50 Euro Bordguthaben sind schon sehr lächerlich, wenn genau dieser Programmpunkt der Grund für die Buchung war“, so die Passagierin.
An Bord sei die Stimmung zeitweise aufgeheizt gewesen. „Viele Gäste waren sehr wütend“, sagt die Frau. Zwei Tage später habe es an der Rezeption ein Treffen gegeben, bei dem zahlreiche Reisende Beschwerden eingereicht hätten.
Besonders ältere Gäste seien enttäuscht gewesen. Ein 94-jähriger Passagier habe ihr erzählt, es sei sein „Lebenstraum“ gewesen, den Hafengeburtstag einmal vom Wasser aus zu erleben. Besonders tragisch sei, dass er nicht wisse, ob er angesichts seines hohen Alters eine weitere Gelegenheit dazu haben werde.
