Nicht zum ersten Mal

Mozartkugel-Hersteller ist insolvent


11.05.2026 – 10:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Mozartkugel-Hersteller Mirabell (Archivbild): Trotz Sanierungsplan ist der Schokolandenhersteller erneut zahlungsunfähig. Nun läuft das Konkursverfahren. (Quelle: xRosinka79x via imago-images.de)

Der Mozartkugel-Hersteller Mirabell steht erneut vor dem Aus. Rund 300 Gläubiger sind betroffen, die Produktion wurde bereits eingestellt.

Die Salzburg Schokolade GmbH ist erneut zahlungsunfähig. Das Landesgericht Salzburg eröffnete ein Konkursverfahren über den Produzenten der „Echten Salzburger Mozartkugel“ Mirabell mit Sitz in Grödig. Schon 2021 hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet. Ein damals beschlossener Sanierungsplan konnte allerdings nicht vollständig erfüllt werden.

Die wirtschaftlichen Probleme des traditionsreichen Süßwarenherstellers hatten sich zuletzt weiter verschärft. Die Produktion war bereits schrittweise bis Ende 2024 eingestellt worden. Auch die zuletzt noch beschäftigten 58 Mitarbeiter erhielten inzwischen ihre Kündigung.
Nach Angaben des Kreditschutzverbands KSV1870 belaufen sich die Verbindlichkeiten des Unternehmens auf rund 7,7 Millionen Euro. Etwa 300 Gläubiger sind von der Pleite betroffen.

Bereits vor vier Jahren war Salzburg Schokolade erstmals insolvent geworden. Damals wurde ein Sanierungsplan beschlossen, der eine Rückzahlung der offenen Forderungen in zwei Schritten vorsah.

Eine erste Quote von 20 Prozent wurde noch fristgerecht bezahlt. Die restlichen 80 Prozent hätten allerdings bis Februar 2025 beglichen werden müssen. Dazu kam es nicht. Als Absicherung hatte das Unternehmen Grundstücksanteile hinterlegt. Laut einem aktuellen Gutachten liegt deren Wert jedoch nur bei rund 9,9 Millionen Euro – deutlich weniger als ursprünglich erwartet. Der Verkaufserlös reicht damit nicht aus, um die vereinbarte Quote vollständig zu erfüllen. Die Verwertung der Immobilien steht laut KSV1870 kurz vor dem Abschluss.

Zum Masseverwalter wurde der Salzburger Rechtsanwalt Johannes Hirtzberger bestellt. Die erste Gläubigerversammlung ist für den 22. September 2025 am Landesgericht Salzburg angesetzt.

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