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You are at:Home»Deutschland»Im Kampf gegen Ebola: Wie Deutschland Menschen im Osten der DR Kongo unterstützt
Deutschland

Im Kampf gegen Ebola: Wie Deutschland Menschen im Osten der DR Kongo unterstützt

wochentlich.deBy wochentlich.de18 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Im Kampf gegen Ebola: Wie Deutschland Menschen im Osten der DR Kongo unterstützt
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Das Ebola-Virus breitet sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) aus, einer Region, die bereits von Konflikten, Vertreibung und einem überlasteten Gesundheitssystem betroffen ist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden bis zum 11. Juni 2026 in der DR Kongo 676 bestätigte Fälle mit 136 Todesfällen gemeldet. Gleichzeitig wurden in Uganda Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch in der DR Kongo gemeldet. Die WHO hält die Situation für besonders herausfordernd, da der Ausbruch durch den Ebola-Virusstamm Bundibugyo verursacht wird, für den es derzeit keinen zugelassenen Impfstoff oder eine spezifische Standardbehandlung gibt.

„Die Situation ist äußerst komplex und weiterhin hochdynamisch“, sagt der Biologe Norman Nausch von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der das Deutsche Epidemie-Vorbereitungsteam (SEEG) leitet. Der Ausbruch wird durch eine schwere humanitäre Krise im Osten der DR Kongo verschärft. Nach Angaben der Vereinten Nationen benötigen 1,2 Millionen Menschen in der Region Hilfe, viele davon sind Binnenvertriebene. Cholera, Masern und Durchfallerkrankungen sind weit verbreitet und stellen eine zusätzliche Belastung für das Gesundheitssystem dar.

Unterstützung nach einem klaren Prinzip

Bei Ausbrüchen wie Ebola kommt es auf Schnelligkeit an. Genauso wichtig ist es jedoch, Doppelarbeit zu vermeiden und die Unterstützung dorthin zu lenken, wo Lücken entstehen. Die Gesamtkoordination der Reaktion wird von einem Team geleitet, das von der WHO und den afrikanischen Gesundheitsbehörden einberufen wird. Organisationen wie die SEEG setzen Maßnahmen gemeinsam mit lokalen Partnern um.

„Die SEEG hilft Schwellen- und Entwicklungsländern, schneller und effektiver auf Gesundheitskrisen und Ausbrüche von Infektionskrankheiten zu reagieren“, sagt Nausch. Die Expertengruppe wurde nach dem Ebola-Ausbruch in Westafrika 2014–2015 gegründet und umfasst eine Reihe spezialisierter deutscher Institutionen, darunter das Robert Koch-Institut, die Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie im Bereich Tiergesundheit das Friedrich-Loeffler-Institut und das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Die GIZ führt die Einsätze im Auftrag der Bundesregierung durch und unterstützt sie technisch.

„Unsere Kernkompetenz liegt darin, diagnostische Kapazitäten aufzubauen, damit Krankheiten überhaupt erkannt werden können“, sagt Nausch. Besonders wichtig ist die Früherkennung, um Symptome richtig zu erkennen und eine weitere Übertragung zu verhindern. „Wir bauen diese Kapazitäten auch in benachbarten Regionen auf, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.“

75 Einsätze in 40 Ländern

Die SEEG agiert im Rahmen von kurzfristigen Einsätzen, wobei Teams von vier bis acht Experten die lokalen Partner gezielt und auf der Grundlage ihrer spezifischen Bedürfnisse unterstützen. SEEG-Teams haben bisher insgesamt 75 Einsätze in 40 Ländern durchgeführt. Beim aktuellen Ebola-Ausbruch erweist sich der Einsatz internationaler Fachkräfte allerdings als schwierig. „Derzeit sind keine deutschen Experten im Osten der DR Kongo im Einsatz“, sagt Nausch: Die Sicherheitslage in der Region sei nach wie vor zu fragil. Dabei leistet die SEEG Unterstützung aus Deutschland und den Nachbarländern. „Durch die GIZ haben wir außerdem Zugriff auf ein großes Netzwerk, das es uns ermöglicht, Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden vor Ort effektiv und nachhaltig umzusetzen“, sagt Nausch.

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