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Robotikforschung: Deutschlands Stärken

wochentlich.deBy wochentlich.de26 Juli 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Robotikforschung: Deutschlands Stärken
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Frau Schön-Behanzin, was brauchen Sie, um effiziente und leistungsstarke Roboter zu bauen?

Drei Dinge: Hardware, künstliche Intelligenz und Daten. Sie benötigen individualisierte Roboterarme, um bestimmte Aufgaben auszuführen, Sie benötigen mobile Plattformen und Sie benötigen Humanoide – Roboter in Menschengestalt. Dann ist da noch die Software – das „Gehirn“ des Roboters, das der Maschine sagt, wie sie beispielsweise einen zerbrechlichen Gegenstand greifen soll. Dies wird mithilfe von KI-Modellen erreicht. Und schließlich benötigt man riesige Mengen an zuverlässigen Daten, um die Modelle zu trainieren. Ein Schlagwort in diesem Zusammenhang ist physische KI.

Was ist physische KI?

Es ist künstliche Intelligenz in einem physischen Körper. Physische KI ermöglicht es Maschinen, ihre Umgebung wahrzunehmen und zu verstehen und autonom zu handeln. Es schließt die Lücke zwischen der digitalen Welt und der Robotik. Zu physischen Interaktionen stehen nur begrenzte Daten zur Verfügung – im Gegensatz zu Sprachmodellen, die auf riesigen Textmengen trainiert werden. Deshalb werden die für die physische KI benötigten Daten gezielt durch Simulationen, den Rückgriff auf reale Roboterdaten und den Einsatz von Videos generiert, in denen Menschen bestimmte Aktionen demonstrieren. So lernt ein Roboter, Gegenstände zu greifen, Werkzeuge zu bedienen und komplexe Aufgaben sicher auszuführen.

Wie gut steht Deutschland in diesem Bereich da?

Sehr gut. Unsere Stärke liegt in der Kombination erstklassiger Ausbildung im Ingenieurwesen, in der Präzisionsfertigung und in der Softwareentwicklung. Deutschland verfügt über herausragende Universitäten, jahrzehntelange Erfahrung im Maschinenbau und der Automobilindustrie sowie exzellente Forschung – etwa am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Kaum ein anderes Land verfügt über eine vergleichbare Basis.

Wie spiegelt sich dies konkret in der Roboterentwicklung wider?

Ein gutes Beispiel ist die Hand eines humanoiden Roboters. Es ist mit Abstand die komplexeste Komponente. Um die nötige Feinmotorik zu erreichen, bedarf es einer ganzen Reihe von Gelenken und Sensoren. Dadurch erkennt der Roboter, ob er einen harten oder weichen Gegenstand greift. Die Entwicklung solch feinmotorischer Fähigkeiten ist eine außergewöhnliche Ingenieursleistung. Und Deutschland gehört auf diesem Gebiet weltweit zu den Spitzenreitern. Dann muss der gesamte Prozess auch kontrolliert werden – die Hand muss intelligent werden. Auch auf diesem Gebiet verfügt Deutschland über langjährige Spitzenforschungserfahrung.

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