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Holt Frankreich-Präsident Macron die Nordische Kombination zurück?

wochentlich.deBy wochentlich.de22 Oktober 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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„Das wäre eine Chance“

Olympia-Aus: Neue Hoffnung für aussortierte Disziplin

22.10.2026 – 10:29 UhrLesedauer: 3 Min.

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Vinzenz Geiger: Der Olympiasieger blickt mit Sorge auf die Entwicklung seiner Sportart. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler/imago)

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Das IOC strich die Nordische Kombination im Juli aus dem Olympia-Programm – doch der Gastgeber der Winterspiele 2030 könnte das ändern. Eine prominente Initiative plant dafür sogar ein Treffen im Élysée-Palast.

Frankreich könnte der Nordischen Kombination eine zweite Chance auf Olympia 2030 verschaffen. Eine Initiative rund um Olympiasieger Jason Lamy Chappuis und Ex-Biathlet Martin Fourcade hat im November einen Termin bei Präsident Emmanuel Macron – und damit eine konkrete Möglichkeit, den Gastgeber-Bonus zu nutzen.

Als Ausrichter der Winterspiele 2030 darf Frankreich noch einen freien Programmplatz vergeben. DSV-Sportdirektor Horst Hüttel äußerte sich am Dienstag in Herzogenaurach zum SID. Zunächst zur Initiative: „In Frankreich formiert sich gerade eine Initiative um Olympiasieger Jason Lamy Chappuis und den ehemaligen Biathleten Martin Fourcade. Sie haben im November einen Termin bei Präsident Emmanuel Macron. Das wäre eine Chance.“ Zum Gastgeber-Bonus ergänzte er: „Der Gastgeber kann drei Disziplinen wählen, eine wäre noch frei. Aber da ist viel Prinzip Hoffnung dabei.“

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Frankreich hat eine besondere Geschichte mit der Sportart: 1992 gewann Fabrice Guy Olympia-Gold, 2010 war es Lamy Chappuis. Die frühere Gesamtweltcup-Siegerin Nathalie Armbruster glaubt an die Chance: „Die französische Seite will nichts unversucht lassen. Ich finde das megacool.“

Parallel arbeitet die Kombination an einer zweiten Option: der Rückkehr ins Programm für 2034. Hüttel sagte: „Im Moment ist die Timeline, dass im vierten Quartal 2027 die Entscheidung für 2034 fällt.“ Die Fis habe deshalb unter ihrem neuen Präsidenten Alexander Ospelt eingewilligt, bereits im kommenden Weltcup-Winter neue Wettkampfformate ohne vorherige Tests einzuführen.

„Das ist der einzige Weg, den wir noch gehen können“

Geplant ist ein TV-freundliches Format, das Männer- und Frauenwettkampf in 90 Minuten unterbringt. Hüttel erläuterte: „Eine Viertelstunde nach Beendigung des letzten Sprunges der Langlauf-Start – das kriegen wir hin. Dann ist es wie ein Triathlon. Wenn uns das rettet, machen wir das.“

Eric Frenzel: Der dreifache Olympiasieger ist der Bundestrainer der deutschen Kombinierer.Vergrößern des Bildes
Eric Frenzel: Der dreifache Olympiasieger ist der Bundestrainer der deutschen Kombinierer. (Quelle: IMAGO/Ulrich Wagner/imago-images-bilder)

Bundestrainer Eric Frenzel setzt ebenfalls auf diesen Weg. Der dreimalige Olympiasieger sagte: „Ich glaube, dass das der einzig mögliche Weg ist, den wir noch gehen können – ein Format kreieren, das eventbasierter ist. Ich glaube, dass dieses Format wirklich das Potenzial hat, der Gamechanger zu sein.“

Die Situation bedrückt auch die deutschen Asse. Olympiasieger Vinzenz Geiger muss sich weniger um seine persönliche Zukunft scheren. „Bis 2030 hätte ich eh nicht weitergemacht“, sagte der 30-Jährige, leidet aber mit: „Ich mache mir große Sorgen.“ Die frühere Gesamtweltcup-Siegerin Armbruster sagt: „Irgendwann möchte man nur noch weinen.“

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