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Gesundheit

Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Gefährliche Variante identifiziert

wochentlich.deBy wochentlich.de6 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Gefährliche Variante identifiziert
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Gefährliche Hantavirus-Variante

Was das Andesvirus so besonders macht


Aktualisiert am 06.05.2026 – 12:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Vereinfachte Darstellung von Hantaviren: An Bord des Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ des niederländischen Betreibers Oceanwide Expeditions hat sich wohl eine besondere Variante des Virus ausgebreitet. (Quelle: Dr_Microbe/getty-images-bilder)

Auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik sterben drei Menschen, weitere sind krank. Auslöser ist laut vorläufigem Testergebnis ein bestimmtes Hantavirus.

Was bislang bloß ein Verdacht war, scheint sich nun zu bestätigen: Verantwortlich für die Erkrankungs- und Todesfälle auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik ist wohl das südamerikanische Andesvirus. Dies ergaben erste Labortests an einem nach Südafrika ausgeflogenen erkrankten Passagier.

Damit gilt es auch als höchstwahrscheinlich, dass sich das Hantavirus an Bord des Schiffes von Mensch zu Mensch ausgebreitet hat: Denn das Andesvirus ist das bislang einzige bekannte Hantavirus, welches sich auch von Mensch zu Mensch übertragen kann. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont, ist das vom aktuellen Ausbruch ausgehende Risiko für die allgemeine Öffentlichkeit aber gering.

In der Regel sind es allerdings infizierte Nagetiere wie Mäuse oder Ratten, bei denen sich der Mensch mit dem Hantavirus ansteckt. Dabei ist jede Variante des weltweit vorkommenden Hantavirus auf ein bestimmtes Wirtstier spezialisiert und kommt nur dort vor, wo diese Tierart heimisch ist. Das gilt auch für das Andesvirus: Sein Wirtstier und Überträger ist die in Südamerika heimische Reisratte.

Das wichtigste Hantavirus in Deutschland ist das Puumalavirus, das durch die Rötelmaus übertragen wird. Um sich mit dem Virus anzustecken, sind also keine Kreuzfahrten nötig. Der Mensch kann überall dort auf das Virus treffen, wo auch Mäuse, Ratten oder andere kleine Nagetiere anzutreffen sind. Umgekehrt gilt: Wo solche Nager fehlen, gibt es vermutlich auch keine Hantaviren.

Meist erfolgt die Übertragung des Virus auf den Menschen indirekt über Ausscheidungen infizierter Tiere. Typische Infektionswege sind:

Damit zählen Hantavirus-Infektionen zu den Zoonosen: Das sind Krankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragbar sind. Anders als beim Andesvirus findet eine Übertragung des Hantavirus von Mensch zu Mensch bei den in Europa und Asien vorherrschenden Virustypen nicht statt.

Ob und wie schwer jemand nach einer Hantavirus-Infektion erkrankt, hängt stark vom ursächlichen Virustyp ab. In Mitteleuropa verlaufen Infektionen in der Regel mild bis moderat und enden nur selten tödlich. In anderen Regionen oder unter bestimmten Umständen (etwa bei einem geschwächten Immunsystem) kann die Infektion jedoch einen schweren Verlauf nehmen, wie der aktuelle Fall auf dem Schiff zeigt.

Für gewöhnlich macht sich eine Hantavirus-Infektion erst zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung bemerkbar. Das erschwert es oft, den genauen Infektionszeitpunkt nachzuvollziehen.

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