Bilanz zum Herbstbeginn
39,4 Grad und trockene Bäche: So extrem war der Sommer
01.09.2026 – 12:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Hamburg meldet mehrere Hitzerekorde und niedrige Wasserstände. Nun hängt vom Regen im Herbst und Winter ab, ob sich das Grundwasser erholt.
Zum Ende des meteorologischen Sommers meldet die Hamburger Umweltbehörde mehrere Temperaturrekorde. Zugleich führten kleinere Bäche nur noch wenig Wasser. An einigen Grundwassermessstellen sind die Wasserstände bereits gesunken.
Der Sommer 2026 zählt in Hamburg nach Angaben der Behörde zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der Juni war der viertwärmste. Die höchsten Temperaturen wurden Ende Juni gemessen.
Hamburg erlebt erstmals einen Tag mit mehr als 30 Grad im Mittel
Am 26. Juni stieg die Temperatur in Hamburg auf 35 Grad. In der folgenden Nacht sank sie nicht unter 23,3 Grad. Am 27. Juni erreichte das Thermometer an der Messstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Hamburger Flughafen 39,1 Grad. In Neuwiedenthal wurden 39,4 Grad gemessen – jeweils im Schatten. Nach Angaben der Umweltbehörde war es zugleich der erste Tag in Hamburg mit einer Durchschnittstemperatur von mehr als 30 Grad.
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An der Flughafenstation wurden in diesem Sommer insgesamt elf Tage mit Höchsttemperaturen über 30 Grad registriert. An drei Tagen stieg die Temperatur auf mehr als 35 Grad. Auch das war laut Behörde ein Rekord. Hinzu kamen drei Tropennächte.
Im langjährigen Mittel habe sich die Zahl der Tage mit mehr als 30 Grad bereits mehr als verdoppelt. Tropennächte kämen inzwischen mehr als viermal so häufig vor.
Niedrige Wasserstände an Alster, Bille und Wandse
Besonders betroffen waren die Oberläufe kleinerer Bäche und Nebengewässer. Die Niedrigwasserstände an Alster, Bille und Wandse waren nach Angaben der Umweltbehörde mit den Trockenphasen der Jahre 2018 bis 2020 vergleichbar.
Über das städtische Meldeportal „Trockener Bach“ können Hamburger Hinweise zu Gewässern geben, die ausgetrocknet sind oder nur noch wenig Wasser führen. Die Meldungen ergänzen die amtlichen Messdaten und sollen helfen, lokale Problembereiche frühzeitig zu erkennen.
Jetzt kommt es auf den Regen an
Auch die oberflächennahen Grundwasservorkommen im Hamburger Stadtgebiet sind betroffen. An einigen Messstellen ist der Rückgang nach Angaben der Behörde bereits deutlich zu erkennen. An anderen Stellen könnten sich die Folgen erst zeitverzögert zeigen.
Ob sich die Grundwasserstände erholen, hängt maßgeblich von den Niederschlägen im Herbst und Winter ab.
