Anzeichen für Blutkrebs

Welche Symptome auf Leukämie hinweisen können


Aktualisiert am 01.09.2026 – 11:51 UhrLesedauer: 3 Min.

Eine akute Leukämie kann mit Symptomen wie Müdigkeit und Erschöpfung einhergehen. (Quelle: seb_ra/getty-images-bilder)

Manche Formen von Leukämie bleiben lange unentdeckt, andere führen rasch zu Symptomen. Welche Beschwerden können auftreten?

Leukämie wird umgangssprachlich auch als Blutkrebs bezeichnet. Gemeint sind damit verschiedene Krebsformen, die dort entstehen, wo die Blutzellen produziert werden: im Knochenmark. Bei einer Leukämie bilden sich übermäßig viele, meist nicht funktionsfähige weiße Blutkörperchen (Leukozyten), welche die gesunden Blutzellen zunehmend verdrängen. Dies führt vor allem zu

  • Anzeichen einer Blutarmut,
  • einer erhöhten Blutungsneigung und
  • einer erhöhten Infektanfälligkeit.

Es gibt akute und chronische Formen von Leukämie. Je nach Form fallen die Symptome unterschiedlich aus.

Akute Leukämie: Symptome

Zu den akuten Leukämien zählen die akute lymphatische Leukämie (ALL), die vorwiegend im Kindesalter auftritt, und die akute myeloische Leukämie (AML), an der vor allem Erwachsene erkranken.

Die Symptome einer akuten Leukämie entwickeln sich meist relativ rasch – innerhalb weniger Tage bis Wochen. Die Beschwerden sind unspezifisch und lassen nicht unmittelbar an eine Krebserkrankung denken. Sie nehmen jedoch schnell an Intensität zu.

Zu möglichen Symptomen einer akuten Leukämie zählen:

  • Blässe
  • nachlassende Leistungsfähigkeit
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Benommenheit
  • Atemnot schon nach kleineren Belastungen
  • häufiges Nasenbluten
  • wiederholtes Zahnfleischbluten, etwa bei jedem Zähneputzen
  • länger anhaltende Blutungen als gewöhnlich, etwa nach einer Untersuchung beim Zahnarzt
  • kleine, punktförmige Hauteinblutungen (Petechien), insbesondere an Armen und Beinen
  • Neigung zu Blutergüssen
  • Schwindel
  • Nachtschweiß
  • Fieber
  • Knochen- und Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • häufige und lang anhaltende Infekte
  • geschwollene Lymphknoten

Wichtiger Hinweis

Solche Symptome sind kein sicheres Anzeichen für eine Leukämie. Vielmehr gibt es zahlreiche, oft harmlose Ursachen für derartige Beschwerden. Wichtig ist jedoch, starke und/oder länger anhaltende Symptome ärztlich abklären zu lassen.

Eine Leukämie verursacht längst nicht immer alle dieser Symptome. Vielmehr können die Beschwerden auch einzeln oder in unterschiedlichen Kombinationen auftreten. Zudem ist die Ausprägung von Person zu Person verschieden.

Im Rahmen der Erkrankung können Organe wie Leber und Milz vergrößert sein. Dies kann sich in Form von Schmerzen oder einem Druckgefühl im Oberbauch bemerkbar machen. Selten befallen Leukämiezellen das zentrale Nervensystem. Mögliche Anzeichen sind Kopfschmerzen, Schwindel, Lähmungen oder Gefühlsstörungen.

  • Mehr erfahren: Was eine akute Leukämie für die Lebenserwartung bedeutet

Chronische Leukämie anfangs oft ohne Symptome

Eine chronische Leukämie entwickelt sich meist schleichend. Betroffene bemerken lange Zeit keine Symptome – oder diese sind so mild, dass sie ihnen keine Bedeutung beimessen.

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