HTTPS-Zwang kommt
Google ändert eine wichtige Einstellung in Chrome
29.10.2025 – 11:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Google will die Sicherheit von Chrome verbessern und macht im kommenden Jahr die HTTPS-Übertragung zum Standard. Nutzer müssen aber nicht bis dahin warten.
Die HTTPS-Übertragung von Webseiten soll zum Standard für Chrome werden. In einem Blogeintrag hat Google mitgeteilt, im Oktober 2026 einen HTTPS-Zwang einführen zu wollen. Das bedeutet, dass der Browser standardmäßig nur noch die als sicher geltenden Verbindungen über dieses Übertragungsprotokoll zulässt.
Beim Zugriff auf Internetseiten, die nur die als unsicher geltende HTTP-Verbindung nutzen, sollen Chrome-Anwender eine Warnung angezeigt bekommen. Die Nutzer sollen dann explizit bestätigen müssen, dass sie diese Webseite aufrufen wollen.
Seit 2022 versucht Chrome laut Google „jede Verbindung über HTTPS herzustellen und zeigt dem Nutzer eine Warnung an, die er ignorieren kann, falls HTTPS nicht verfügbar ist“. Jetzt sei die Zeit reif für den nächsten Schritt, so das Unternehmen.
Der Grund: Das Übertragungsprotokoll HTTPS stelle „eine enorme Verbesserung der Websicherheit dar“ und sei mittlerweile ausgereift und weitverbreitet. „Diese hohe Akzeptanz ermöglicht es, stärkere Sicherheitsmaßnahmen gegen das verbleibende unsichere HTTP in Betracht zu ziehen“, so Google weiter.
Nutzer müssten im kommenden Jahr nichts weiter tun. Mit der Veröffentlichung der Version 154 des Chrome-Browsers werde die Einstellung „Immer sichere Verbindungen verwenden“ automatisch für alle Anwender bei öffentlichen Webseiten aktiviert.
Wer nicht bis zum kommenden Jahr warten möchte, kann die Funktion jetzt schon in Chrome aktivieren. Das geht in den Browser-Einstellungen unter „Datenschutz und Sicherheit“. Dort kann man unter „Sicherheit“ den Schalter beim Menüpunkt „Immer verschlüsselte Verbindungen verwenden“ aktivieren.
