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Erst Tempo 30 – jetzt soll Autospur wegfallen

wochentlich.deBy wochentlich.de28 Juli 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Erst Tempo 30 – jetzt soll Autospur wegfallen
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Kölner Verkehrsachse

Luxemburger Straße bald nur noch einspurig? Stadt prüft Umbau


27.07.2026 – 16:05 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die Luxemburger Straße in Köln (Archivbild): Seit vergangenem Jahr gilt dort Tempo 30 – nun könnte auch eine Fahrspur wegfallen. (Quelle: Christoph Hardt/imago)

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Tausende Autofahrer nutzen täglich die Luxemburger Straße im Kölner Süden. Nun könnte eine neue Einschränkung hinzukommen.

Auf der Luxemburger Straße im Kölner Süden könnte künftig pro Fahrtrichtung nur noch eine Fahrspur zur Verfügung stehen. Die Stadt Köln möchte im Rahmen einer Mikrosimulation eine Umwandlung einer Auto- in eine Fahrradspur prüfen. Das teilte die Stadtverwaltung am Montag (27. Juli) mit. Grund dafür sei der Lärmschutz von Anwohnern, der weiterhin nicht ausreichend gewährleistet sei.

Bereits seit vergangenem Jahr gilt auf der Luxemburger Straße abschnittsweise nur noch Tempo 30 statt 50. „Ein vorab erstelltes Lärmgutachten zeigt jedoch bereits, dass diese kurzfristige Maßnahme nicht ausreicht, um die gesetzlichen Richtwerte einzuhalten“, heißt es seitens der Verantwortlichen weiter.

Luxemburger Straße in Köln: Bald nur noch eine Autospur?

Neben dem Wegfall einer Fahrspur werden weitere Maßnahmen diskutiert. So könnten die Ampelschaltungen an den insgesamt zehn Kreuzungen im Bereich der Luxemburger Straße angepasst werden. So sollen Fußgänger und Autofahrer nicht mehr gleichzeitig Grün haben, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Ebenfalls geprüft werden sollen die Rechtsabbiegerspuren auf die Universitätsstraße, die Arnulfstraße und die Geisbergstraße. Sie könnten in Zukunft wegfallen.

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Die Verantwortlichen bei der Stadt erhoffen sich durch die Mikrosimulation Erkenntnisse über Auswirkungen auf den Stadtverkehr. Ersten Hochrechnungen zufolge könnte das Verkehrsaufkommen auf der Luxemburger Straße um bis zu 25 Prozent sinken. Zugleich sei es denkbar, bei einspurigem Verkehr die erlaubte Höchstgeschwindigkeit wieder auf Tempo 50 anzuheben.

Die Maßnahmen dürften den Autoverkehr im Kölner Süden dennoch erheblich belasten. Die innerstädtischen Verkehrsachsen sind durch die Einschränkungen, beispielsweise auf der A4, ohnehin zusätzlich belastet. Zugleich ist die Stadt Köln zum Handeln gezwungen: Mehrere Anwohner hatten gegen den nicht ausreichenden Lärmschutz an der Luxemburger Straße Beschwerde eingereicht. Daher war das jetzt geltende Tempo 30 unausweichlich.

Rad- statt Autospur: Stadt plant Gutachten für Luxemburger Straße

Zeitgleich wäre ein Wegfall einer Fahrspur die vergleichsweise kostengünstigste Lösung. Der Einbau von sogenanntem Flüsterasphalt oder schalldichten Fenstern entlang des Straßenabschnitts könnte ebenfalls helfen, würde allerdings deutlich länger dauern. Die jetzige Mikrosimulation plus Verkehrszählung soll insgesamt 270.000 Euro kosten. Der Mobilitätsausschuss soll in seiner Sitzung am 22. September darüber entscheiden.

Erst vor wenigen Monaten hatte es deutliche Kritik an der Stadt Köln gegeben, weil auf der sanierten Mülheimer Brücke ebenfalls über eine Einspurigkeit nachgedacht wurde. Auch dort sollte, wenn auch nicht aus Lärmschutzgründen, eine Autospur für den Radverkehr wegfallen. In diesem Fall plant die Stadt ebenfalls, im Rahmen einer Verkehrssimulation die Auswirkungen zu prüfen.

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